Für viele Menschen ist die Technologie sogar schon Teil des Alltags geworden: 43 Prozent der Flamen nutzen generative KI im Jahr 2025 regelmäßig, also mehrmals pro Monat.
Die Entwicklung verlief in bemerkenswertem Tempo. Noch 2023 griffen lediglich 18 Prozent der Flamen mindestens einmal pro Monat auf generative KI zurück. Ein Jahr später waren es bereits 28 Prozent – nun liegt der Anteil bei 43 Prozent.
Für die Forscher zeigt diese Entwicklung, wie außergewöhnlich schnell sich die Technologie verbreitet. Selbst frühere digitale Innovationen wie Smartphones, Instagram oder Streamingdienste hätten deutlich länger gebraucht, um eine vergleichbare Verbreitung zu erreichen.
„Wir haben noch nie eine Technologie erlebt, die so schnell in die Gesellschaft eingedrungen ist“, erklärt Lieven De Marez, Forschungsdirektor bei imec und Professor an der Universität Gent. „Das bedeutet auch, dass wir noch nie so wenig Zeit hatten, uns daran anzupassen.“
Neue Art der Informationssuche
Besonders deutlich verändert KI laut De Marez die Art, wie Menschen im Internet nach Informationen suchen. Früher lieferten Suchmaschinen primär eine Liste mit Links, aus denen sich Nutzer die gewünschten Informationen selbst zusammensuchen mussten.
„Früher bekam man eine Reihe von Links und musste sich die Antwort selbst zusammenpuzzeln. Heute erhält man oft sofort eine zusammengefasste Antwort“, erklärt der Forscher. „Die Messlatte dafür, wie wir Informationen suchen, hat sich dadurch verschoben.“
Er vergleicht die Entwicklung mit früheren digitalen Wendepunkten. Als Streamingdienste wie Netflix eine gewisse Verbreitung erreicht hätten, habe sich das Mediennutzungsverhalten dauerhaft verändert. Eine ähnliche Verschiebung zeichne sich nun bei der Internet-Recherche ab.
Besonders beliebt bei jungen Menschen
Die Nutzung von KI ist vorwiegend unter jüngeren Menschen und Studierenden weitverbreitet. Laut Digimeter verwenden 81 Prozent der Studierenden KI-Tools für Schule oder Studium – etwa um Texte zusammenzufassen, Informationen zu recherchieren oder Ideen zu entwickeln.
Gleichzeitig sehen die Forscher noch großes ungenutztes Potenzial. Viele Anwender greifen derzeit vordergründig auf vergleichsweise einfache Funktionen zurück.
„Heute nutzen viele Menschen KI für grundlegende Dinge wie Übersetzungen, Texte schreiben oder Zusammenfassungen“, sagt De Marez. „Doch die Rechenleistung und die Möglichkeiten dieser Technologie gehen weit darüber hinaus.“
Fest steht für die Forscher bereits jetzt: Generative künstliche Intelligenz ist längst keine Nischenanwendung mehr – sie entwickelt sich zunehmend zu einem Standardwerkzeug im digitalen Alltag. (belga/calü)

Kommentare
KI - das 'Wundermodell'... ! Nein, KI liefert keine Antwort, es liefert ein 'Pi mal Daumen'.
Es liefert nicht, was 'richtig' ist, sondern was 'wahrscheinlich' ist. Könnte richtig sein, oder aber nicht. Wenn falsch, dann dumm gelaufen und 'nicht unser Fehler'.
Wollen wir darauf unsere Zukunft bauen?
Volle Zustimmung, Herr Hezel !
Was liegt näher, als die KI selbst zu ihren Grenzen zu fragen?
Man erhält im Handumdrehen eine detaillierte Antwort:
"Die Grenzen künstlicher Intelligenz (KI) im Jahr 2026 sind vielfältig und umfassen technische, physische, ethische und kognitive Aspekte.
Während KI-Systeme immer leistungsfähiger werden, zeigt sich, dass sie keine "echte" Intelligenz besitzen, sondern primär auf Mustererkennung und Wahrscheinlichkeiten basieren.
Hier sind die wichtigsten Grenzen von KI:
...
(Für die weitere Antwort bitte googeln)
Siehe auch hier:
"Mythen und Missverständnisse rund um Künstliche Intelligenz: Was Sie wirklich wissen sollten"
Speziell für die Herren Scholzen und Co:
Was ist besser, fossile oder erneuerbare Energiequellen?
Antwort:
"Erneuerbare Energiequellen sind langfristig besser, da sie klimafreundlicher, nachhaltig verfügbar und kosteneffizienter sind.
Fossile Energien (Kohle, Öl, Gas) bieten zwar aktuell noch eine zuverlässigere Grundlast und einfachere Speicherbarkeit, verursachen jedoch hohe CO₂-Emissionen und sind endlich. Der Umstieg auf Erneuerbare ist essenziell für Klimaschutz und Unabhängigkeit."
Aber die Gegenpoler sind natürlich viel intelligenter als die KI, nicht wahr?
Frage an NI, "natürliche Intelligenz". "Wer erzählt den groessten Stuss"? Der Schleck. Und ja, Gegenpol arbeitet mit Wissen und googelt sich nichts zusammen. KI
“Gegenpol arbeitet mit Wissen.”
Aha! Dieses Wissen sieht dann u.a. so aus:
“CO2 spielt bei der Erderwärmung keine Rolle und somit gibt es auch keinen anthropogenen Klimawandel.”
Es erübrigt sich, eine KI zu befragen, was von solchem… “Wissen” zu halten ist. Vielleicht würde sie antworten: “Sorry, aber solche Fragen zu beantworten bedeutet Energieverschwendung und ist dem Klimaschutz nicht zuträglich.“
Herr Hezel schreibt oben "Es [KI] liefert nicht, was 'richtig' ist, sondern was 'wahrscheinlich' ist. Könnte richtig sein, oder aber nicht."
--> sehr treffend formuliert! es ist eine Suchmaschine oft auf ungefähr und sehr oft auch eben falsch.
Einige Zeilen drunter schreibt Herr Schleck dann trotzdem:
"Was ist besser, fossile oder erneuerbare Energiequellen?
[KI] Antwort:Erneuerbare Energiequellen sind langfristig besser, da sie klimafreundlicher, nachhaltig verfügbar und kosteneffizienter sind."
Na ja, meine Herren, auch in Sachen KI wollt ihr nur das wahrnehmen, was ihr wahrnehmen wollt. Es gab schon immer Menschen, die nur das sehen wollten, was sie glauben.
Meine Meinung als Hobbyinformatiker (und Computerfreak der 80er Jahre) zu "KI": sowas wie 'künstliche Intelligenz' gibt es überhaupt nicht. Es handelt sich um Expertensysteme/Expertenprogramme, und mit immer mehr Speicher und mehr Rechenpower und steigender Vernetzung werden diese Programme/Systeme immer besser; das ist nichts Neues. Wird eines dieser genannten 3 Dinge begrenzt, so werden auch diese Expertensysteme ausgebremst.
Aber es ist eben neue moderne technologie: Wer wöllte auf Maschinen/Systeme verzichten, die in bestimmten Bereichen besser und effizienter sind als vorherige ältere Systeme?
Fehlerhafte Suchmaschinen auf Dialogbasis als "intelligent" zu bezeichnen, ist eher eine Marketingstrategie; wahre Expertensysteme laufen im Hintergrund des elektronischen Geschehens (Großunternehmen, Logistik, Militär, Geheimdienste,...), davon kriegen wir Normalos nichts mit.
Wirkliche künstliche Intelligenz wäre ein Computer, der sich selbst programmieren könnte (auch um seiner selbst willen). Und das gibt es nicht.
„Könnte richtig sein, oder aber nicht." „…oft auf ungefähr und sehr oft auch eben falsch.“
Der Herr Scholzen möchte wohl den Eindruck erwecken, die Aussagen von KI oder anderen Systemen seien immer relativ, was ihren Wahrheitsgehalt betrifft.
Irreführende Aussage !
Es gibt Sachverhalte, die immer 100% richtig sind und andere, die 100% falsch sind. 4+4=8 ist immer richtig, 4-2=3 immer falsch.
Die meisten unserer Aussagen sind im jeweiligen Anwendungsbereich richtig, in anderen fehlerbehaftet, also korrekturbedürftig.
Das war so und wird immer so bleiben, egal, ob man sein Wissen aus dem Großen Brockhaus von 1960 oder Wikipedia bezieht.
In der Hinsicht liefert das Exposé von Herrn Scholzen nichts Neues.
„…die nur das sehen wollten, was sie glauben.“
Da sind die beiden genannten Herren wohl ganz anders. Ihr „WISSEN“ beruht allein auf eigenen Erkenntnissen. „GLAUBEN“, also für wahr halten, was sie aus welchen Informationsquellen auch immer beziehen, aber selbst nicht überprüfen können, das haben sie in nicht nötig.
Dabei tun wir das von morgens bis abends: Ich „glaube“ z.B., dass die Erde eine Kugel ist, obwohl das nicht stimmt, sie ist ein Ellipsoïd. So wird jedenfalls behauptet…
Übrigens: „KI-Antworten können Fehler enthalten.“ Das steht unter jeder Antwort von KI auf gestellte Suchanfragen. Solche selbstkritische Warnung sucht man bei Herrn Scholzen und „dem“ Wahl vergeblich. „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Das wusste aber schon Sokrates.
„Fehlerhafte Suchmaschinen auf Dialogbasis als "intelligent" zu bezeichnen…“
Nun, wenn es um Fehlerhaftigkeit geht, steht die menschliche Intelligenz aber auf sehr wackligen Füssen.
Bestes Beispiel: der irrlichternde US-Präsident Trump, der sich selbst als „stabiles Genie“ bezeichnet hat und sich nach einem einfachen kognitiven Test einen hohen IQ bescheinigt hat.
Was nun die „Intelligenz“ von KI-Systemen angeht, so muss man deren Anwendungsbereich sehen und sie danach beurteilen.
Beispiel: Schachcomputer. Die brauchen keine Autokarosserie zu entwerfen oder Romane zu schreiben, sondern sollen Schach spielen können. Und da sind die heutigen Schachprogramme den menschlichen Spielern, selbst Großmeistern, überlegen.
PS .Für Nostalgiker: der Supercomputer HAL9000 in dem Film von Stanley Kubrick „2001-Odyssee im Weltraum“ aus dem Jahre 1968.
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