„Strategische Arbeitsgruppe“ soll Maßnahmen überwachen

<p>Die Kultur gehört zu den Sektoren, die am stärksten unter der Coronakrise leiden.</p>
Die Kultur gehört zu den Sektoren, die am stärksten unter der Coronakrise leiden. | Illustration: David Hagemann

Diese Arbeitsgruppe werde von den drei Gemeinschaften geleitet, hieß es in einer Mitteilung aus dem Kabinett von Kulturministerin Isabelle Weykmans (PFF), die für die DG teilgenommen hatte. Für den französischsprachigen Landesteil sei seit Beginn der Coronakrise in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Kabinetten auf gemeinschaftlicher, regionaler (Brüssel und Wallonische Region) und föderaler Ebene eine Übersicht über alle für Kulturakteure und Beschäftigte verfügbaren Beihilfen koordiniert worden. Dieses Kataster ist online auf der Website www.culture.be verfügbar.

Die Gemeinschaften treffen sich außerdem regelmäßig, um „Exitstrategien“ vorzuschlagen und aufeinander abzustimmen, hieß es. „Exitstrategie“ bedeutet, dass die Tätigkeiten im Kulturbereich schrittweise wieder aufgenommen werden sollen. „Es ist notwendig, dass Perspektiven gegeben werden können, sowohl für Betreiber und Künstler als auch für kulturbedürftige Bürger“, heißt es in der Mitteilung aus dem Kabinett. Die Coronakrise habe die „Prekarität der Beschäftigten im Kunstsektor und die Notwendigkeit einer Kultur-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, die ihre Besonderheiten berücksichtigt und ihnen einen angemessenen sozialen Schutz garantiert, schmerzhaft vor Augen geführt“.

Die Föderalregierung, die für Beschäftigung, Selbstständigkeit und soziale Sicherheit zuständig sei, führe zurzeit eine Reform des sozioökonomischen Status dieser Arbeitnehmer durch. „Aufgrund ihrer Kompetenz in kulturellen Fragen unterhalten die Gemeinschaften auch ständige Kontakte zu dieser Kategorie von Arbeitnehmern. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet.“ Die Interministerielle Konferenz Kultur sei daher „das ideale Forum für Konsultationen, um das Los der Beschäftigten im Kunstsektor trotz der institutionellen Komplexität gemeinsam zu verbessern“.

Die eingangs erwähnte Arbeitsgruppe werde sich nunmehr alle sechs Wochen treffen und verfolge unter anderem das Ziel, die von den verschiedenen Machtebenen durchgeführten Überlegungen zu teilen und Infos über die Probleme der Arbeitnehmer des gesamten Sektors auszutauschen. (red/sc)

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