Privilegien für Geimpfte – eine unsägliche Debatte zur Unzeit

<p>Nach dem Piks ab in die große Freiheit? Wie soll man das all jenen erklären, die Monate lang Solidarität bewiesen?</p>
Nach dem Piks ab in die große Freiheit? Wie soll man das all jenen erklären, die Monate lang Solidarität bewiesen? | Foto: Andreas Arnold

Selten wurde unserer Gesellschaft so krass der Spiegel vor die Nase gehalten, wie in diesen Coronazeiten.

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Kommentare

  • "Es gibt offensichtlich keine Debatte – und sei sie noch so unnütz –, die nicht im Rahmen der Coronakrise angerissen werden würde. Zu dieser Kategorie gehört auch die unsägliche Diskussion um die Einräumung von Privilegien für Geimpfte: fast so, als ob die Gesellschaft nicht schon genug gespalten wäre. Vor allem ist es auch eine Debatte zur Unzeit,..."

    So Herr Schröder vor einigen Tagen.
    Ob "unsäglich", "unnütz", "zur Unzeit" oder nicht, die Debatte wird uns so oder so von den Fakten und dem Verhalten der Regierungen in den betroffenen Ländern aufgezwungen, was im heutigen GE thematisiert wird: "Vorteile für Geimpfte schon Realität"

    Dabei sollte man sich aber davor hüten, gleich nach der Impfung alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord zu werfen., da die Frage der Ansteckung von Nichtgeimpften durch Geimpfte noch nicht abschließend geklärt ist.

  • Tatsächlich ist es zu einem Zeitpunkt, wo Impfstoffe rar sind und gerade mal 3% der Bevölkerung geimpft ist, unsinnig über „Privilegien“ für Geimpfte zu diskutieren.

    Falls sich jedoch herausstellen sollte, dass die Impfbereitschaft der Bevölkerung nicht ausreicht, um eine Herdenimmunität zu erzielen und spätestens, wenn jeder ein Impfangebot erhalten hat, wird es eine Diskussion hierüber geben... müssen, will man an der Freiwilligkeit der Impfung festhalten.

    Je nach Verbreitung der ansteckenderen Corona-Mutationen wird sich die bisher benötigte Impfquote von rund 70% zudem noch erhöhen.

    Solange die Schutzmechanismen der Impfstoffe nicht abschließend geklärt sind, kann es bei den Verhaltensregeln für Geimpfte und Nichtgeimpfte keinen Unterschied geben.
    Die von manchen beanspruchte individuelle Freiheit, sich in der Pandemie so verhalten zu können, wie es ihnen in den Kram passt - ohne Rücksicht auf nichts und niemanden - wird auch in der Frage der Impfbereitschaft nicht ohne Konsequenzen bleiben können.

    Gegen eine Diskussion, wie diese aussehen können, wird sich weder Gesellschaft noch Politik verschließen können.

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