Der Grund für den Protest sind die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in den Gefängnissen. Unter anderem dürfen bis zum 1. März wieder Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren Angehörige in Haftanstalten besuchen. „Das sind Anpassungen, die für das Wohlbefinden und die Familienkontakte der Gefangenen wichtig sind“, erklärt Kathleen Van De Vijver, Sprecherin der Gefängnisverwaltung. „Die aktuell geltenden Maßnahmen, also die Vermeidung von Körperkontakt und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, gewährleisten, dass diese Anpassungen der Besuchsregelungen gefahrlos umgesetzt werden können.“
Für Gino Hoppe von der sozialistischen Gewerkschaft CGSP ist die neue Besuchsregelung ein Dorn im Auge. „In den Gefängnissen werden die Maßnahmen gelockert, während außerhalb der Mauern nichts passiert. Wir verstehen nicht, warum mit der Gesundheit von Mitarbeitern und Insassen gespielt wird.“ Um ihrem Ärger Luft zu machen, drohen die Gewerkschaften nun damit, phasenweise die Arbeit niederzulegen. Konkret soll dieser am Montagabend, 8. Februar, starten. Für Dienstagmorgen, 9. Februar, sind derweil Gespräche zwischen beiden Parteien geplant. (belga/calü)

Kommentare
Ich gehe mal davon aus das es sich meistens um die Kinder der Inhaftierten handelt. Wieso sollen diese ihre Eltern nicht ab und zu sehen dürfen?
P.S. Immerhin sind die Kinder ja nicht für die taten verantwortlich!
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