[Video] Sieben Säcke Müll in zwei Stunden: Frühjahrsputz in Eupen

<p>Auch entlang der Neustraße wurden die fleißigen Müllsammler „fündig“.</p>
Auch entlang der Neustraße wurden die fleißigen Müllsammler „fündig“. | Fotos: Klaus Schlupp

„Ich kann diesen Dreck nicht mehr sehen“, beklagt sich Martine Blyth. Die Unterstädterin hat das Müllsammeln zu ihrer persönlichen Aufgabe gemacht – und das nicht nur beim Eupener Frühjahrsputz.

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Kommentare

  • Ein riesengroßes Dankeschön an die fleißigen Sammler! Es ist ermutigend zu sehen, dass es noch engagierte Idealisten gibt, die sich für ein sauberes Umfeld einsetzen.

    Solche vorbildlichen Initiativen beschränken sich glücklicherweise nicht nur auf einzelne Aktionen. Auch in anderen Stadtvierteln findet man ähnliche Beispiele: So ist auf der Hochstraße ein Nachbar genauso wie die Familie Blyth regelmäßig unterwegs, um die achtlos weggeworfenen Getränkedosen einzusammeln. Auffällig ist dabei, dass schätzungsweise 80 % dieser Dosen von derselben Biermarke stammen – was den Schluss nahelegt, dass sie vermutlich von ein und demselben Verursacher in die Gegend geworfen werden...

    Natürlich könnten zusätzliche Mülleimer ein Teil der Lösung sein. Allerdings hat die Stadt Eupen vor einigen Jahren an bestimmten Stellen bewusst Abfallbehälter entfernt, weil einige Anlieger ihren Hausmüll in kleinen Tüten dort entsorgten, um die Kosten für offizielle Müllsäcke zu sparen.

    Dennoch muss man realistisch bleiben: Eine nachhaltige Verbesserung wird es kaum geben, solange die Verursacher nicht spürbar zur Verantwortung gezogen werden. Zwar besteht meines Wissens in der Wallonie eine Geldstrafe von rund 150 € pro Verstoß für das Wegwerfen von Abfällen (Grenz-Echo vom 4. Juli 2023), doch entscheidend wäre deren konsequente Anwendung. Das das tatsächlich geht beweisen zum Beispiel Singapur und Australien.

    Solange jedoch weiterhin ein gewisses „Laisser-faire“ vorherrscht - und es auch darüber hinaus in Belgien nach wie vor kein Pfandsystem für Getränkedosen gibt - werden wir wohl auch künftig regelmäßig Berichte über lobenswerte Reinigungsaktionen lesen – sei es an Flussufern, auf Wegen, Wiesen oder in Wäldern.

    Umso mehr gilt: Respekt und Dank an all jene, die nicht wegsehen, sondern anpacken.

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