Das erklärt die Ecolo-Gemeinschaftsabgeordnete Inga Voss (Ecolo) in einer Pressemitteilung. „Die soziale Ungerechtigkeit wird in solchen Zeiten deutlich, wenn nicht sogar verstärkt. All die, die auch vor 2020 bereits am Rande unserer Gesellschaft lebten, tun es jetzt erst recht“, so die Abgeordnete in dem Kommuniqué, das die Ecolo-Fraktion am Montag veröffentlicht hat. „Die Krise und ihre Bewältigung haben weitreichende Folgen für die Jugendlichen. Sie sind zwischen Schule und Ausbildung oder Studium gerade dabei, ihren Lebensweg zu finden und deshalb auf Unterstützung angewiesen. Dabei spreche ich nicht von den lästigen Masken, sondern von den schulischen und psychologischen Folgen der Gesamtsituation“, so Inga Voss.
Bereits im Frühjahr, während des ersten Lockdowns, führte die Jugendkommission der DG eine Umfrage im Jugendsektor durch. „Sie diente vor allem dazu, den Sektor zu analysieren und festzustellen, wo zukünftige Bedarfe liegen. Das Resultat verdeutlicht eindeutig die Problematiken: soziale Ungerechtigkeit, Lern- und Schulschwierigkeiten, Zukunftsängste, Konflikte und Dysfunktion in Familien, Schwierigkeit Beziehungen aufrechtzuerhalten, mangelnde Struktur im Alltag und Verstärkung psychischer Probleme und andere.“ Die Akteure im Jugendbereich hätten bereits viele Anstrengungen unternommen, um die deutlich gewordenen Problematiken aufzufangen. „Außerdem listen sie Perspektiven auf, die sie in den verschiedenen Herausforderungen in Zukunft sehen. Dazu brauchen sie eine deutliche Unterstützung seitens der Politik“, findet die Ecolo-Abgeordnete. Für Inga Voss ist „eine klare Handlungsaufforderung“ damit verbunden. „Wir müssen diese Resultate ernst nehmen und handeln. Klare Vorschläge liegen der Politik vor. In einer Welt, die gerade zwischen Erderwärmung und demokratischer Unruhe hängt, von einer Pandemie getroffen, verdient diese Generation eine Chance.“ Die PDG-Mandatarin sieht das Handlungsfeld aber nicht nur im Bereich Krisenbewältigung sondern vor allem auch im Bereich Chancengerechtigkeit. „Das Thema der sozialen Ungerechtigkeit ist auch nach der Krise noch lange nicht vom Tisch. Die Benachteiligten unserer Gesellschaft müssen auch nach der Krise weiterhin auf dem Weg zu mehr Chancengerechtigkeit begleitet werden. Dazu müssen den Diensten mit eben dieser Mission dauerhaft die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden“, wird Inga Voss weiter zitiert. (red/sc)

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