Am Dienstag waren in der 250.000-Einwohnerstadt bei einer Routinekontrolle Colibakterien im Trinkwasser entdeckt worden. Seitdem seien alle weitere Proben negativ ausgefallen. „Die verunreinigte Probe ist ein Einzelfall“, erklärten die Stadtwerke. Betroffen sind 150.000 Haushalte, die rund 70.000 Kubikmeter Wasser pro Tag beziehen.
Nach Angaben der Stadtwerke soll Wasser drei Minuten sprudelnd abgekocht werden, ehe es zum Kochen, Zähneputzen, für Eiswürfel oder zum Abwaschen von Lebensmitteln verwendet werde. Colibakterien sind ein häufiger Erreger unter anderem von Magen-Darminfekten.
Nach Angaben der Stadtwerke war an einer Druckregelstation, die das Wasser verteilt, eine geringe Menge der Bakterien gefunden worden. In den kommenden Tagen sollen an vielen Stellen engmaschig Proben genommen werden. „Es sind drei negative Proben zur Aufhebung von besonderen Maßnahmen erforderlich“, erklärte der Hygiene-Experte Prof. Martin Exner von der Universität Bonn mit Blick auf das Abkochgebot.
Der Großteil des Aachener Wassers stammt aus den Eifel-Talsperren. Normalerweise werden wöchentlich hundert Proben getestet.
Entwarnung für Raeren
Für die ostbelgischen Haushalte kann Entwarnung gegeben werden. Wie Raerens Bürgermeister Erwin Güsting dem GrenzEcho auf Nachfrage mitteilte, habe man ihm seitens der Stadtwerke Aachen versichert, dass derzeit kein Wasser nach Belgien gepumpt werde (kommt vor, wenn zu wenig Wasser vorhanden ist). „Alle, die einen SWDE-Zähler haben respektive von der wallonischen Wasserverwertungsgesellschaft die alljährliche Rechnung erhalten, sind überhaupt nicht betroffen. Nur die wenigen, die einen Stawag-Zähler haben, könnten vielleicht betroffen sein“, so Güsting weiter. (dpa/mv)

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