Auf Anfrage der Opposition kam in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Bergscheider Hof das Thema Lichtenbuscher Schule erneut aufs Tapet. Mario Pitz beschwerte sich über den „Zickzackkurs“, den die Mehrheit in dieser Angelegenheit fahre. Eine Zusammenlegung der Schulen Lichtenbusch und Eynatten habe kürzlich ebenso im Raum gestanden, wie der Neubau eines Gebäudes auf einem Grundstück in Lichtenbusch. „Was hat die Mehrheit konkret mit der Schule Lichtenbusch vor? Wohin gehen die Planungen?“
7.000 Quadratmeter große Wiese in der Bauerwartungszone: Vielleicht kann hier ein Neubau entstehen.
Von einem hin und her Schlingern ist aus Sicht von Bürgermeisters Erwin Güsting (Mit Uns) keine Spur. Ein geplanter Grundstückkauf in der Nähe der Lichtenbuscher Schule sei fehlgeschlagen, was dem Kollegium der Lehranstalt auch mitgeteilt wurde. Daher lautete das Motto von Erwin Güsting: „Es wird zweigleisig gefahren.“ Die Suche nach einem anderen Grundstück und die Überlegung der Schulzusammenlegung: beide Ansätze wurden ins Auge gefasst.
Nicht ohne Stolz verkündete Erwin Güsting in der Ratssitzung, dass seine „akribische Suche“ nach einem Gelände nun von Erfolg gekrönt war. Er fand ein geeignetes Grundstück in Gemeindebesitz, das im Umfeld der jetzigen Schule liegt. Mit seiner Verwunderung darüber, dass dieses Gelände in der Vergangenheit noch nie aufgetan wurde, konnte er nicht hinter dem Berg halten. „Ich bin selber von den Socken. Wie lange suchen wir nun schon nach einem Grundstück, um etwas mit Hand und Fuß in Lichtenbusch machen zu können? Mir wurde immer vermittelt, hier gibt es nichts. Nie bekam ich den Tipp aus den Reihen der Gemeindemitglieder, dass die Gemeinde hier überhaupt Land besitzt. Es ist eigentlich beschämend, dass wir gar nicht wissen, wo wir überall Flächen haben. Ich bin aber heilfroh, dass ich das aufgetan habe.“
Ab Januar soll nun geprüft werden, ob dieses Gelände für den Bau einer neuen Schule geeignet ist. Die Fläche sei „genehmigungspflichtig, von der Lage her kritisch und von den Wasserverhältnissen ist vieles in Betracht zu ziehen.“ Erst nach der genauen Analyse und Prüfung werde eine Entscheidung getroffen, „welches Projekt wo gestaltet wird“.
Das „gefundene“ Grundstück liegt in der Bauerwartungszone und ist über 7.000 Quadratmeter groß. Dieses müsste über die Raumordnungsbehörde abgeändert werden in Bauland.
Für Mario Pitz (CSL) ist unverständlich, warum man unter diesen Voraussetzungen noch „bivalent schaue“. Für ihn und seine Fraktion ist klar, dass eine neue Schule in Lichtenbusch dadurch in realistische Nähe rückt. Er vermisst den „klaren Kurs“ seitens der Mehrheit. Er kritisierte außerdem, dass die Arbeitsgruppe zu diesem Thema nicht mehr einberufen wurde.
Daraufhin wiegelte Erwin Güsting allerdings ab. Die Arbeitsweise in der AG nannte er „reines Gift“. Dass die CSL mit Informationen aus der damaligen Arbeitsgruppe und der Forderung, die Schule in Lichtenbusch zu erhalten, während des Arbeitsprozesses an die Presse gegangen war, hat die Opposition in Augen des Bürgermeisters in Misskredit gebracht.
In einer Sache scheinen sich aber alle Fraktionen trotz der Differenzen einig zu sein: Es glimmt ein kleiner Hoffnungsfunke für die Lichtenbuscher Schule auf.

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