Sportler des Jahres: Wout van Aert, Meesseman und „Cats“ triumphieren

<p>Wout van Aert ist „Sportler des Jahres“.</p>
Wout van Aert ist „Sportler des Jahres“. | Foto: belga

Bei der Wahl von Sportspress – Vereinigung der belgischen Sportjournalisten – kam Wout Van Aert auf 1.049 Punkte. Für ein Fotofinish sorgten die 247 stimmberechtigten Journalisten und ehemaligen Gewinner damit nicht. Im Gegenteil: Van Aert holte bei seinem ersten Triumph fast doppelt so viele Punkte wie Nationalspieler Romelu Lukaku (Inter Mailand/526). Radfahrer und Vorjahressieger Remco Evenepoel, der sich aktuell nach seiner schweren Hüftverletzung wieder zurück auf das Rad kämpft, komplementierte das Podium. Das Ausnahmetalent im Dienste von Deceuninck-Quick Step holte 441 Punkte und somit Bronze.

<p>Wout van Aert blickt auf ein überragendes Jahr zurück.</p>
Wout van Aert blickt auf ein überragendes Jahr zurück. | Foto: belga

Mit dem Titel zum „Sportler des Jahres“ veredelt Wout van Aert ein überragendes Jahr 2020. Ende Oktober fuhr der 26-Jährige bei der Flandern-Rundfahrt als Zweiter über die Linie, vorher sorgte er mit einem Sieg bei Mailand-Sanremo, der Strade Bianche sowie zwei Etappenerfolgen bei der Tour de France für mehr als nur ein Ausrufezeichen. Bei der „Grande Boucle“ erwies sich Van Aert zudem als vielleicht wichtigster Helfer von Primoz Roglic, der den Gesamtsieg im letzten Zeitfahren noch an Tadej Pogacar verspielte. Sicher ist: Mit Van Aert, aktuell im Radcross nicht weniger erfolgreich unterwegs, wird in den kommenden Jahren zu rechnen sein.

Die Trophäensammlung des Jumbo-Visma-Profis ist jedenfalls gut gefüllt: Sportler des Jahres, die Nationale Sportverdiensttrophäe, das „Kristallen Fiets“ und den „Flandrien“ räumte Van Aert in den letzten Wochen und Monaten ab.

<p>Emma Meesseman siegte bei den Frauen.</p>
Emma Meesseman siegte bei den Frauen. | Foto: belga

Bei den Damen sorgte derweil Emma Meesseman für eine Premiere: Zum ersten Mal konnte eine Basketballerin die Auszeichnung zur „Sportlerin des Jahres“ gewinnen. Die 27-jährige Meesseman, die auf Turnerin Nina Derwael folgt, setzte sich mit 826 Punkten vor Nationalmannschafts-Kollegin Julie Allemand (578) und Bahnradfahrerin Lotte Kopecky (477) durch. Die nationalen Basketball-Damen (“Belgian Cats“) hatten einen weiteren Grund zur Freude: Sie wurden zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt – und das vor der Fußballnationalmannschaft der Frauen und der Radsport-Equipe von Deceuninck-Quick Step.

<p>Charles De Ketelaere (Club Brügge)</p>
Charles De Ketelaere (Club Brügge) | Foto: belga

In der Kategorie „Nachwuchssportler des Jahres“ hatte Charles De Ketalaere (Club Brügge) die Nase vorne. Der Offensivspieler, zuletzt mit starken Leistungen in der Champions League, tritt in die Fußstapfen von Yari Verschaeren. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Radcross-Profi Thibaut Nys und Rallye-Pilot Grégoire Munster.

Rollstuhltennis-Spieler Joachim Gérard gewann den Titel „Paralymper des Jahres“. Er hatte bei den US Open den Einzug in das Halbfinale erreicht. Bis ins Endspiel schaffte er es bei den French Open.

Kommentare

  • Wout van Aert the man with the incredible comeback .
    Teilweise dank des Chirurgen Doktor Toon Claes von Herentals, der ihn nach seinem Unfall bei der Tour de France 2019 gut behandelt hat. Dies muss auch einmal gesagt werden.

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