Hertha hat einen Anti-Kruse-Plan für das Berliner Derby

<p>Hertha hat einen Anti-Kruse-Plan für das Berliner Derby</p>

„Hoffentlich wird er wieder wichtig fürs Derby. Das ist ja auch seine Aufgabe“, sagte Union-Trainer Urs Fischer über Kruse, der als Symbol für den überraschend starken Underdog aus dem Osten Berlins steht. Fischer will das Spiel trotz der coronabedingt fanfreien Tribünen genießen: „Ich glaube, der Wert bleibt gleich, ob Zuschauer anwesend sind oder nicht. Es ist ein Derby, es sind Emotionen.“

Nach dem Aufstieg im Sommer 2019 und dem sicher erreichten Klassenverbleib steht Union auf Tabellenposition sechs. Da, wo Hertha eigentlich hin will: auf einen internationalen Startplatz. Der 32 Jahre alte Neuzugang Kruse trug mit sechs Treffern und fünf Vorbereitungen entscheidend zum Höhenflug der Eisernen bei. „Es ist ein Geben und Nehmen. Ich bin froh, dass es so läuft“, betonte Fischer. Seit acht Spielen ist Union unbesiegt.

„Sie haben ein paar Spieler geholt, die das Team besser machen“, bemerkte Hertha-Trainer Bruno Labbadia zum Gegner - allen voran natürlich Kruse, aber nicht nur. „Die Mannschaft dahinter ist auch wichtig. Ohne uns würde er nicht so viele Tore schießen. Aber er ist in einer sehr guten Form“, sagte Mittelfeldspieler Robert Andrich, der auch schon drei Saisontreffer auf seinem Konto hat. Labbadias Anti-Kruse-Plan: „Man muss ihn im Kollektiv in Schach halten. Nur einen Spieler abzustellen, würde gar nicht gehen.“

Bei Hertha kommt der Umbruch nach 14 Abgängen und acht Zugängen nicht so recht voran. Acht Punkte und Platz 13 sind ernüchternd. Hierarchie und Führungskräfte bilden sich langsamer heraus als erhofft. „Wir sind immer noch in der Phase, wo wir Stabilität brauchen. Jedes Ergebnis bringt uns vom Selbstvertrauen her weiter“, sagte Labbadia auch vor dem Derby. Ein Erfolg wie das 4:0 im jüngsten Duell - ebenfalls vor einer Geisterkulisse - mit dem Lokalrivalen könnte den Prozess beschleunigen. (dpa)

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