Gascoignes Anekdoten: Beschwipst gegen Maradona
Der frühere englische Fußballstar, Paul Gascoigne, hat im britischen Frühstücksfernsehen von seinen Erlebnissen mit Maradona berichtet. Unter anderem erzählte er eine Anekdote von einem Freundschaftsspiel, in dem er mit Lazio Rom auf den FC Sevilla um Maradona traf. „Auf dem Flug hatte ich einige Drinks. Im Spielertunnel habe ich gesagt: 'Diego, ich bin beschwipst.' Und er sagte: 'Es ist okay, Gazza, ich auch.'“ Bei einem Charity-Match, in dem Gascoigne für Lazio und Maradona für Neapel aufliefen, habe er vor dem Stadion „einen kleinen Kerl mit einem Hut und einer riesigen Zigarre“ entdeckt. „Ich hab mich hinter ihn gestellt und gefragt: Diego, kann ich mir dein Feuerzeug leihen? Er hat einfach nur gelacht und wir haben zusammen geraucht.“
„Hand Gottes“ schmerzt Shilton noch immer
Auch Englands früheren Nationaltorhüter Peter Shilton hat der Tod von Diego Maradona getroffen – der Schmerz über dessen „Hand Gottes“ im Viertelfinale der WM 1986 ist aber immer noch nicht verheilt. „Ich bin traurig, von seinem Tod in so jungem Alter zu hören. Er war zweifellos der größte Spieler, dem ich je gegenüberstand“, schrieb Shilton in einer Kolumne für die Daily Mail. Gleichzeitig bedauerte der 71-Jährige, dass sich die argentinische Ikone nie für das berühmte Hand-Tor entschuldigt hatte. „Es scheint, dass er Größe in sich hatte, aber leider keinen Sportsgeist“, meinte Shilton und führte aus: „Nein, was mir nicht gefällt, ist, dass er sich nie entschuldigt hat. Zu keinem Zeitpunkt hat er gesagt, dass er betrogen hat und dass er sich entschuldigen möchte. Stattdessen benutzte er seine 'Hand Gottes'-Aussage. Das war nicht richtig.“s
Der Papst betet für Maradona
Papst Franziskus aus Argentinien betet für Maradona. Franziskus denke laut Vatikan-Sprecher Matteo Bruni an die Begegnungen mit Maradona. Der Papst, selbst großer Fußball-Fan, hatte Maradona unter anderem 2014 im Vatikan empfangen, nachdem im Olympiastadion von Rom ein interreligiöses „Spiel für den Frieden“ stattgefunden hatte. Damals hatte der Papst Maradona umarmt, der ihm ein Trikot mit der Aufschrift „Francisco“ überreichte.
Beerdigung findet am nächsten Donnerstag statt
Maradona wird am nächsten Donnerstag vor den Toren der Hauptstadt Buenos Aires beerdigt. Er findet seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Jardin de Paz, wo auch seine Eltern zu Grabe getragen wurden. Das bestätigte Maradonas Sprecher Sebastian Sanchi. Der Leichnam wurde im argentinischen Präsidentenpalast aufgebahrt. Die Totenwache für die breite Öffentlichkeit begann am Donnerstag um 6.00 Uhr Ortszeit. Die Regierung hatte zuvor bereits eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und erklärt, Maradona werde ein Staatsbegräbnis erhalten. (sid/dpa/tf)

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