DG-Kliniken ziehen an einem Strang

<p>Blick auf das Krankenhaus von Eupen</p>
Blick auf das Krankenhaus von Eupen | Archivfoto: David Hagemann

Dazu haben Claudia Niessen, die Verwaltungsratspräsidentin des St. Nikolaus-Hospitals Eupen, und Christian Krings, Verwaltungsratspräsident der Klinik St. Josef St.Vith, am Freitag eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht.

„Bereits seit Jahren befindet sich die Krankenhauslandschaft in Belgien im Umbruch. Auch die Krankenhäuser in St.Vith und Eupen haben in den letzten Jahren und Monaten intensive Veränderungen durchlebt. Nicht auch zuletzt mit dem Zusammenschluss der beiden Häuser mit dem CHC zu einem gemeinsamen Krankenhausnetzwerk MOVE. Damit haben sie kompetente Partner für die Versorgung von Patienten mit schweren Pathologien aus dem ostbelgischen Raum gefunden“, heißt es darin.

Ziel der beiden Häuser in der DG sei und bleibe es, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Ostbelgien und den frankofonen Nachbargemeinden sicherzustellen und ein gutes ortsnahes Angebot aufrecht zu halten, aber auch punktuell in einigen medizinischen Fachbereichen Spezialisierungen weiter auszubauen. „Zu diesem Zwecke hat es in den vergangenen Monaten einen intensiven Austausch zwischen den ostbelgischen Häusern, aber auch innerhalb des Netzwerks mit dem CHC gegeben.“

Neben der Aufgabe der Gesundheitsversorgung dürfe nicht vergessen werden, dass die Kliniken in St.Vith und Eupen wichtige Arbeitgeber in der Region seien und zusammen fast 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigen. Nachdem die Strukturen insbesondere auf den Direktionsebenen in den letzten Monaten in den beiden Häusern angepasst worden sind, hätten die Verwaltungsräte von St.Vith und Eupen in dieser Woche entschieden, den Weg freizumachen, um eine gemeinsame Generaldirektion auszuschreiben.

In diesem Hinblick würden sowohl das St. Nikolaus-Hospital Eupen als auch die Klinik St. Josef St.Vith einen eigenen Vertrag auf Halbzeitbasis mit „allen daraus entstehenden Konsequenzen“ mit der betreffenden Person abschließen: „Ziel ist es, durch diese Personalunion die Verbindung der beiden Häuser zu stärken und die Zusammenarbeit der beiden Kliniken im Sinne einer ortsnahen Gesundheitsversorgung und als wichtiger Arbeitgeber weiter auszubauen.“

In einem gemeinsamen Bewerbungsaufruf in den kommenden Tagen werde dieser Beschluss nun in die Tat umgesetzt. „Anschließend werden Mitglieder der Verwaltungsräte aus beiden Häusern eine Jury bilden, die in einem gemeinsamen Auswahlverfahren einen Kandidaten den Verwaltungsräten sowohl in St.Vith als auch in Eupen in Vorschlag bringen werden“, teilen die beiden Krankenhäuser weiter mit.

Dies sei ein bedeutender Schritt für beide ostbelgische Krankenhäuser, hin zu einer weiteren verstärkten vertrauensvollen Zusammenarbeit, die sich aufgrund zahlreicher Arbeitssitzungen in den letzten Monaten aufgebaut habe. „Die Verwaltungsräte versprechen sich mit der Einrichtung dieser Generaldirektion eine konstruktive und vereinfachte Kommunikation zwischen den beiden Kliniken und im Netzwerk MOVE in die Wege zu leiten. Sie sind überzeugt, mit dieser Entscheidung die Zusammenarbeit der beiden Häuser in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu stärken, um so gemeinsam den großen Herausforderungen, die dem Gesundheitswesen noch bevorstehen, besser begegnen zu können“, heißt es. (red/sc)

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