GAIA Ostelgien empfiehlt Spenden ans Tierheim statt Silvesterböllerei

<p>Die Böllerei rund um Silvester lässt viele Hunde panisch unterm Sofa verschwinden.</p>
Die Böllerei rund um Silvester lässt viele Hunde panisch unterm Sofa verschwinden. | Foto: dpa

Mit Blick auf die geltenden Corona-Regeln ist auch das Abbrennen von Feuerwerk zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, vielleicht sogar undenkbar. Ein Blick auf die Nachbarn: In den Niederlanden hat man vor wenigen Tagen sogar ein landesweites Verkaufsverbot beschlossen. Nicht zuletzt möchte man vermeiden, dass durch die Verletzungsgefahr der Druck auf die Krankenhäuser zunimmt. In Deutschland hat man sich bisher noch nicht festgelegt. Mit Blick auf die Pandemie verweisen die meisten Städte auf die von den Ländern erlassenen Corona-Regeln. Man kann wohl davon ausgehen, dass nicht wenige Kommunen lokale Böllerverbote beschließen werden. Hierzulande ist bisher noch nichts bekannt. Zwar haben die Behörden bereits Empfehlungen ausgesprochen, wie die Jahresendfeiern im Familienkreis organisiert werden sollen, über die traditionelle Silvesterböllerei schweigt man sich (noch) aus. „Auch ohne Corona dürften die Gründe, weshalb man auf die Silvesterböllerei verzichten sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Neben den hohen Kosten für ein paar Minuten Spaß, der bereits erwähnten Gefahr durch Brandverletzungen, der höchsten Feinstaubbelastung des Jahres, den Müllmengen in Straßen und auf Plätzen, sind es vor allem die Tiere die unter dem Feuerwerk leiden“, teilt GAIA Ostbelgien mit. Wer Haustiere hat, kenne das Problem: Der Lärm der Silvesterböller erschreckt Hunde und Katzen und versetzt sie in Panik. Auch Wildtiere haben Todesangst. Sie nehmen den Lärm, die hellen Blitze und die Gerüche der Raketen und Böller als lebensbedrohlich war. Vor allem für Vögel können Rauchschwaden und die hellen Leuchtraketen zu Desorientierung führen. Oft dauere es Tage, bis die Tiere sich von diesem Schock erholten. Für die Tierheime sei das Jahresende mit noch mehr Arbeit verbunden als sonst. Auch wenn die Abgabe von Tieren, die „irrtümlicherweise“ als Weihnachtsgeschenk herhalten mussten, glücklicherweise nur noch selten vorkomme, steige spätestens am Neujahrstag die Zahl der in der Silvesternacht in Panik geratenen Hunde, die im Tierheim zeitweilig oder auf Dauer aufgenommen werden müssten.

Die ostbelgische Antenne der Tierschutzorganisation GAIA appelliert deshalb insbesondere an die hiesigen Gemeinden, Einrichtungen (Verkehrsvereine, ...) und auch an Privatpersonen, auf das eventuell geplante Feuerwerk zu verzichten und das hierfür bereits vorgesehene Budget diesmal den ostbelgischen Tierheimen zukommen zu lassen. „Das wäre zweifellos eine Wohltat für Mensch und Tier“, zeigt sich GAIA Ostbelgien überzeugt. (red/sc)

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