GrenzEcho legt zu in der Krise

<p>Es tut sich was am Eupener Marktplatz. Im Innenhof des Grenz-Echo-Gebäudes entsteht ein neues Medienhaus. Danach ist die Renovierung des Vordergebäudes geplant.</p>
Es tut sich was am Eupener Marktplatz. Im Innenhof des Grenz-Echo-Gebäudes entsteht ein neues Medienhaus. Danach ist die Renovierung des Vordergebäudes geplant. | Foto: David Hagemann

grenzecho.net ist seit vielen Jahren der eindeutige Marktführer der ostbelgischen Medienlandschaft. Das GrenzEcho kommt online auf mehr als 75% Marktanteil. Das ergeben Analysen mit gr0ßer Regelmäßigkeit.

Doch scheint in Zeiten der Corona-Krise das Interesse der Ostbelgier an gesicherter und geprüfter Information weiter zugelegt zu haben. So hat die Tageszeitung in den Monaten März bis Mai knapp 300 neue Online-Abonnenten gewonnen. Auch im Oktober, wo die zweite Welle Ostbelgien mit großer Wucht erwischt hat, steigen die Zahlen erneut. Die Druckauflage sinkt gleichzeitig leicht. Insgesamt verzeichnet das GrenzEcho einen Zuwachs bei den Abonnements von 1,08%. Das ist, angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Abonnenten bei vergleichbaren Zeitungen z.B. im Nachbarland Deutschland im gleichen Zeitraum im Schnitt zwischen drei und fünf Prozent schrumpft, ein beachtlicher Wert. So verzeichnete die Zeitungsgruppe Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten von Januar bis September 2020 einen Rückgang der verkauften Auflage um genau vier Prozent. Die Funke-Mediengruppe notierte zeitgleich einen Rückgang um 5,7%, Der Kölner Express schrumpfte gar um 21,3%.

Im Onlinebereich konnte das GrenzEcho seine Rekordzahlen vom vergangenen Jahr erneut deutlich verbessern. So stieg die Zahl der Besucher von Januar bis Oktober 2020 um sagenhafte 136,7 Prozent. Mittlerweile verzeichnet das GrenzEcho Monat für Monat im Schnitt 770.000 Besucher. Bis jetzt riefen diese insgesamt knapp 33 Millionen Seiten auf.

Seit dem Wiederaufflammen der Coronakrise im Oktober bietet das GrenzEcho Neuabonnenten für den ersten Monat ein „Krisenabo“ zum Preis von 1 Euro an. Mit Erfolg. Ein Trend, den man auch anderswo beobachtet, wirkt also auch in Ostbelgien: Immer mehr Menschen wollen gesicherte Information statt Fake News und Verschwörungstheorien und sind bereit, dafür zu zahlen. (os)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment