Die Zahl der Corona-Infizierungen in Belgien sind in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen. Die Krankenhäuser des Landes schlagen seit Tagen Alarm. In einem offenen Brief forderten sie die Politiker am Donnerstag sogar dazu auf, einen neuen Lockdown zu beschließen. Dies vor dem Hintergrund, dass die Krankenhausaufnahmen unentwegt in die Höhe geschossen sind und Ärzten zufolge auch noch kein Ende in Sicht ist. Politiker und Gesundheitsexperten diskutieren seit Wochen darüber, wie die Corona-Infektionswelle unterbrochen werden kann. Von einem Lockdown, wie das Land ihn bereits im Frühjahr erlebte, als plötzlich Geschäfte, Restaurants, Cafés, Schulen und Hochschulen schließen mussten und das Gesellschaftsleben komplett zum Erliegen kam, wollte zunächst niemand etwas hören.
Seit Freitagabend steht fest – einen Lockdown, wie Belgien im Frühjahr bereits gekannt hat, wird es nicht geben. Allerdings beschloss der Konzertierungsausschuss, in dem die Regierungen des Landes vertreten sind, die bislang geltenden Maßnahmen zu erweitern. Die Beratungen des Konzertierungsausschusses dauerten viel länger als allgemein erwartet worden war. Erst nach sechs Stunden fand die Pressekonferenz der Regierungschefs statt. Geschäfte, die nicht als essentiell gelten müssen schließen. Nicht-medizinische Kontaktberufe wie Friseure oder Schönheitsstudios dürfen keine Kunden mehr empfangen. Telearbeit wird ab jetzt verpflichtend. Eine besonders einschneidende Maßnahme ist die Abschaffung der Vierer-Regel in Bezug auf private Kontakte. Künftig ist nur noch der Kontakt mit einer einzigen Person, die nicht unter demselben Dach lebt, erlaubt. Lediglich Alleinlebende dürfen mit zwei Außenstehenden Kontakt haben, wobei es sich während zwei Wochen immer um dieselben Personen handeln muss.
„Unser Land befindet sich in sanitärem Notstand.“ Mit diesen Worten leitete Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) die Pressekonferenz, die er zusammen mit den Ministerpräsidenten der Regionen und Gemeinschaften des Landes gab, ein.
Mehr zu den Maßnahmen später.

Kommentare
Die Lösung liegt meiner Meinung nach darin, mal auf den Datenschutze sch....ßen.. Und dann eine Corona App Nach Japanisch, Südkoreanischen und Singapurianischen Vorbild nicht programmieren, sonder fertig kaufen.
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