Auf diese dreiwöchige Unterbrechung hat sich Sportministerin Valérie Glatigny (MR) am Dienstag wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen festgelegt. Zuvor hatte sich Glatigny mit Vertretern der Sportverbände, den Provinzgouverneuren und einem Virologen konzertiert.
Erste regionale Betroffene sind die Handballer der KTSV Eupen, deren für Samstag geplantes Auswärtsspiel in Tournai dieser Entscheidung zum Opfer fällt.
Gleiches gilt für die Volley- und Basketballer, die am Wochenende bei wallonischen Teams antreten müssten.
„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber die sich verschlechternde Gesundheitssituation und die steigende Zahl der Intensivpatienten in den Krankenhäusern zwingen uns zum Handeln. Dies bedeutet nicht, dass der französischsprachige Sport aufhört, denn die meisten sportlichen Aktivitäten können mit gewissen Anpassungen weitergeführt werden", so die Ministerin.
Von der Entscheidung ausgenommen sind alle Sportler, die als Hochleistungssportler oder -talent anerkannt sind, sowie Sportstudenten.
Für den Sport im französischsprachigen Landesteil gilt ab Donnerstag Code orange. Das beinhaltet, dass die Duschen und Umkleidekabinen in Sporteinrichtungen – mit Ausnahme in Schwimmbädern – geschlossen bleiben.
Größere Sportveranstaltungen, die auf der Grundlage eines speziellen Protokolls organisiert werden, das von den lokalen Behörden, einem Virologen und der Sportministerin genehmigt wurden, sind in diesem Stadium nicht von der Entscheidung betroffen.
Die für Dienstagnachmittag erwartete, ähnliche Entscheidung der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft blieb indes aus. Ein Treffen der vier Gemeinschaftsminister mit den Bürgermeistern der neun deutschsprachigen Gemeinden, bei denen es um die Auswirkungen der Coronakrise auf alle Zuständigkeitsbereiche der DG ging, mündete trotz mehrstündiger Beratungen nicht in ein Ergebnis. Am morgigen Mittwoch wollen sich Minister und Bürgermeister erneut zusammensetzen.

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