Erst spät verrauchte der Ärger beim Honsfelder SV über den vergebenen Sieg gegen Hautes-Fagnes allmählich. Die Rot-Schwarzen schlitterten ohne Not in ein Unentschieden hinein. Das Wort „Konsequenz“ durften sich die Spieler in der Trainingswoche wohl des Öfteren von Trainer Pascal Jost anhören. In der Tat liefen etliche aussichtsreiche Angriffszüge schluderig ins Leere. Honsfeld hat eine der variabelsten Offensivreihen der Serie. Doch sie maximal und gewinnbringend auszureizen, darin liegt die Kunst. Derzeit fehlt besagte Konsequenz zusätzlich in der Abwehrarbeit. Zu viele Gegentreffer machen es daher nötig, viele eigene Treffer für einen Sieg herbeizuführen.
Und dies gelingt eben nicht immer. Neben Walhorn, Eupen und Sart ist Honsfeld die einzige Mannschaft, die bisher noch nicht zu schlagen war. Dieser Aufgabe widmet sich die Union Kelmis B. Trotz nur drei Punkten auf der Habenseite überwiegt bei den Grün-Weißen der Optimismus. Denn die beiden 0:1-Niederlagen gegen Sart und Battice warfen zwar keinen Ertrag, dafür aber positive Erkenntnisse ab. „Wenn wir weiter so organisiert spielen, dann werden wir auch bald erfolgreich sein“, hatte Coach Mach eigentlich nur einen entscheidenden Makel zu beklagen. „In der Offensive müssen wir die Chancen nutzen, die sich uns bieten.“ Schon im Vorfeld der Saison schien der Angriff als die größte Baustelle im Union-Kader. Nun soll hier mehr Effizienz her, um dem HSV Paroli bieten zu können.
Walhorn überstand die Zwangspause auf Platz eins und reist nun selbstbewusst nach Franchimont. Um den Faden nicht zu verlieren, setzte Trainer Dany Broich am letzten Sonntag ein Training an. Zudem ging es am Dienstag in Freundschaft gegen Aubel (1:5). Zum morgigen Gegner kann Union-Spieler Raphaël Lejeune sicherlich einige Informationen zustecken. Der junge Neuzugang gehört zu den Gewinnern der Anfangsphase und fand sich auf Anhieb gut zurecht in der neuen Mannschaft. Lejeune wird gegen seinen Ex-Klub besonders motiviert sein und möchte Akzente setzen. Trainer Broich gibt die Zielsetzung vor und blickt über den Berg hinweg: „Wir wollen als Tabellenführer in das Spiel kommende Woche gegen Sart gehen. Das wäre dann eine echte Spitzenpartie.“
Auch der Rhythmus des FC Eupen wurde bereits durch eine Absage unterbrochen. „Lieber hätten wir weitergespielt“, so Trainer Patrick Kriescher, dessen Elf nun am Donnerstag in Stavelot spielt. Die Corona-Thematik nimmt allmählich wieder Überhand über das Fußballgeschehen. Auch diesmal gab es eine Absagenflut, betroffen ebenfalls die Eupener B-Vertretung. „Unser Bemühen war es, die Mannschaft konzentriert zu halten. Doch das war nicht einfach, auch unter anderem wegen des positiven Falls in der P4“, blick Kriescher nun mit Realismus auf das morgige Herve-Spiel. „Es wird nicht einfach. Aber wir wollen versuchen, unseren positiven Weg fortzusetzen.“
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich im Vorjahr Hautes Fagnes und Emmels um die Nummer eins in der 3. Provinzklasse. Haute sFagnes schnappte sich die Krone, die RUS folgte später durch die Hintertür. Nun treffen beide in der neuen Serie aufeinander und blicken auf positive Startwochen im neuen Umfeld zurück. (ma)

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