Mehr als 300 Teilnehmer bei 45. Auflage des Eupener Talsperrenlaufs

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Am Samstag dürften die Bilder beim Talsperrenlauf etwas anders aussehen. | Archivfoto: Martin Brodel

Die Teilnahme ist in diesem Jahr nur mit Voranmeldung möglich. Es wird nicht alle zehn, sondern alle 30 Sekunden ein Teilnehmer starten. Aufgrund dessen und wegen der hohen Teilnehmerzahl erfolgt der erste Start um 13 statt um 14 Uhr. Die Strecke ist seit der ersten Auflage unverändert geblieben.

Organisatoren erarbeiteten ein neues Konzept.

So gibt es einen separaten Ein- und Ausgang bei der Abholung der Startnummern und auch einen getrennten Start- und Zielbereich. Eine Verpflegung ist dieses Mal nur im Ziel vorgesehen. Eine Preisverteilung gibt es nicht. Den Bestplatzierten werden nach der Veranstaltung ihre Gutscheine online geschickt.

Hauptakteure bei der Organisation sind Olivier Henz vom Tri Team Eupen, Romain Visé vom LAC Eupen und Francis Rauw, der beiden Vereinen angeschlossen ist. Sie erarbeiteten gemeinsam das neue Konzept.

Die beiden Vorjahressieger Daniel Hilgers und Ferahiwat Königs sind dieses Mal nicht gemeldet. Die frühere Streckenrekordhalterin Gaby Andres hat sicherlich Chancen auf eine vordere Platzierung. Mit Sonja Vernikov aus Mechernich ist vor allem eine sehr starke Konkurrentin am Start. Spannend wird es nach 15.40 Uhr, wenn innerhalb von weniger als zehn Minuten die Favoriten an den Start gehen.

Dazu zählen unter anderem Gaël Dethier aus Walhorn, der international erfolgreiche deutsche Triathlet Fabian Rahn, Francis Rauw, Andreas Keil-Forneck und Christoph Gallo, der als Letzter auf die Strecke geht. Christoph Gallo, der zum ersten Mal in Eupen startet, ist laut eigenen Angaben momentan jedoch nicht in Normalform. Rahn kennt sich an der Talsperre gut aus, denn er konnte schon den Eupener Triathlon gewinnen.

Die Streckenrekorde von Ferahiwat (54:58) und Roger Königs (46:06) dürften in jedem Fall auch in diesem Jahr nur schwer zu knacken sein.

Neben der normalen Gesamtwertung gibt es auch eine sogenannte Gender-Age-Graded-Wertung. Hier werden die erzielten Zeiten mit einem Faktor multipliziert, der mit dem Alter und dem Geschlecht Rechnung trägt.

Mit der gemeldeten Anzahl Läufer sind die Veranstalter auf jeden Fall zufrieden. Einen Dämpfer gab es, als Deutschland Belgien zur roten Zone erklärte. Als dann kurz darauf ausgehandelt wurde, dass man in beide Richtungen für 24 Stunden ins Nachbarland darf, konnte man wieder aufatmen.

„Es haben sich kaum jemand von den deutschen Teilnehmern abgemeldet. Sie müssen ihren Ausflug nach Belgien sogar beim Gesundheitsamt anmelden“, so Romain Visé.

Talsperrenlauf setzt auf die Strava-Software.

Strava ist eine Software, die die der Nutzer auf seinem Handy mit anderen Laufapps wie Garmin Connect verbinden kann. Viele Läufer sind dort bereits aktiv.

Die Veranstalter haben sich entschlossen, beim Talsperrenlauf fünf Segmente einzubauen. Für diejenigen, die mit Strava verbunden sind, wird dort die Zeit gemessen. Pro Segment gibt es dann einen Sieger, eine Siegerin. Folgende Segmente werden gewertet: die Talsperrenmauer zu Beginn des Laufs, die Steigung am Steinbruch zwischen Kilometer drei und vier, die Steigung an der Bellesforter Brücke zwischen Kilometer neun und zehn, eine flache Strecke auf Mospert etwa einen Kilometer später, sowie der letzte Kilometer.

Die gelaufenen Zeiten müssen am Tag der Veranstaltung bis 22 Uhr bei Strava hochgeladen sein.

Weitere Infos unter www.laceupen.be und www.triathloneupen.be

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