Spektakulärer Einbruch in Antwerpener Bank: Bis zu fünf Jahre Haft für Angeklagte

<p>Die Täter gelangten durch selbstgebaute Tunnel und das Abwassersystem der Stadt in die Bank.</p>
Die Täter gelangten durch selbstgebaute Tunnel und das Abwassersystem der Stadt in die Bank. | Foto: Polizei Antwerpen

Die Täter brachen 27 Bankfächer auf, und im Boden des Tresors wurde ein Loch entdeckt, das zu einem Tunnel führte. Dieser verband die Bank mit der Kanalisation, indem er unter der Belgiëlei hindurchführte. Außerdem wurde ein zweiter unterirdischer Tunnel gefunden, der zum Keller eines Gebäudes in der Nerviërsstraat führte.

Die Ausgrabungsarbeiten sollen um den 26. Januar begonnen haben, als die seismischen Alarme der Bank regelmäßig in der Nacht und an Wochenenden ausgestellt wurden. Die Sicherheitsbeamten der Bank entdeckten jedoch nie andere verdächtige Anzeichen im Gebäude und kamen zu dem Schluss, dass das Sicherheitssystem fehlerhaft funktionierte.

Die Ermittlungen führten zu Verdächtigen. Dem Gericht zufolge waren sie Teil einer kriminellen Organisation, die einen „meisterhaften und ausgeklügelten Plan“ entwickelt hatte.

Ein 37-Jähriger und ein 41-Jähriger wurden beide in Abwesenheit zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und einer Geldstrafe von 8.000 Euro verurteilt. Das Gericht ordnete ihre sofortige Verhaftung an. Ein 29-Jähriger wurde zu einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten und einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt. Sein Vater, 47 Jahre alt, und dessen 29 Jahre alter Kumpel wurden zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 4.000 bzw. 3.200 Euro verurteilt.

Andere Personen waren den Untersuchungsergebnissen zufolge involviert, konnten aber nicht identifiziert werden. Die BNP Paribas Fortis erhielt eine vorläufige Entschädigung in Höhe von 5.000 Euro für Sachschäden, Entschädigung der betroffenen Kunden und Imageschäden. (belga/mv)

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