„Wir hatten daran bis zum Schluss geglaubt“, bekräftigt Organisationsleiter Laurent Gaudin seitens der ausrichtenden Gesellschaft SRO: „Aber nach reiflicher Überlegung sehen wir uns veranlasst, davon abzusehen.“
Demnach waren verschiedene Lösungen erkundet worden, damit gemäß den strikten Corona-Schutzmaßnahmen in eingeschränkter Zahl doch noch Fans vor Ort das größte Langstreckenrennen der Welt für GT-Sportwagen miterleben könnten. So war etwa zwischenzeitlich auf der Grundlage der aktuellen Hygiene-Bestimmungen für Außensportveranstaltungen in Belgien die Möglichkeit von mehreren getrennten Zuschauerzonen entlang der Strecke ins Auge gefasst worden. „Aber das Lastenheft wurde immer strenger und die Menge der tolerierten Besucher immer kleiner. Ferner beschäftigt die leidige Problematik des Virus uns wohlgemerkt weiterhin Tag für Tag. Die Coronakrise hat uns jedenfalls in unseren ehrgeizigen Ambitionen ausgebremst“, räumt Laurent Gaudin unumwunden ein. Deshalb kommt SRO nicht umhin, die Reißleine zu ziehen: „Das ist echt sehr schade für die Motorsportfans. Man wird uns mit Sicherheit kritisieren. Aber wir stehen nicht über dem Gesetz. Die Entscheidung hat übrigens auch negative finanzielle Auswirkungen für uns als Veranstalter.“
Der Organisationsleiter kann die Entwicklung nur bedauern: „Wir wollten wieder ein großes Fest des Automobilsports auf die Beine stellen und hatten uns spezielle Initiativen ausgedacht, um den ausnahmsweise wegen Corona im Oktober terminierten Langstreckenklassiker in Spa-Francorchamps mit angemessenen Angeboten zu bereichern. Aber daraus wird leider nichts.“
Trotz allem sollen das 24-Stunden-Rennen und die Rahmenwettbewerbe aus sportlicher Sicht in der Qualität nicht beeinträchtigt werden. SRO kann die Fans nur vertrösten, das Geschehen aus der Ferne am Fernsehen oder per Livestream zu verfolgen. (hs)

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