Der Lampenwagen hat nach 32 Jahren ausgedient, genauso wie der alte MAN-Kipplaster. „Es wären zu viele Reparaturen nötig, um die beiden alten Fahrzeuge zu erhalten“, sagt Raerens Bauhofchef Christian Put. Hier musste die Gemeinde 313.000 Euro in die Hand nehmen, um etwas Vernünftiges zu kaufen. Und der Neue kann sich sehen lassen: Der Volvo ist gleichzeitig ein Kipplaster wie auch ein Arbeitsbühnenfahrzeug und ein Lastkran mit langem Arm. „Wir haben Geld ausgegeben und sicher gut angelegt“, meint Bürgermeister Erwin Güsting.
Bei einer Ausschreibung der Gemeinde hat sich der „Volvo MX 6 mal 4“ mit 380 PS durchgesetzt, der jetzt den Arbeitern ein treuer Gefährte sein soll. Wenn der Dreirichtungskipper gefragt ist, um etwa Bauschutt, Bäume oder Material zu transportieren, klappt der Bühnenarm ganz einfach zwischen Führerhaus und Kippfläche zusammen und stört niemanden. Mit dem Arm hingegen, der bis zu 2,5 Tonnen anheben kann, werden die Gemeindearbeiter nicht nur Glühlampen auswechseln, sie können sogar recht tief ins Dickicht fahren, um Bäume zu schneiden. Nur eins fehlt noch: der Wappenschild der Gemeinde Raeren nebst entsprechender Aufschrift. Aber der kommt bald, verspricht Güsting.
Bei der Anschaffung hat die Gemeinde auch auf die regionale Wirtschaft gesetzt. Der Lkw kommt vom Truck Service Sebastian aus Melen, die Aufbauten wie die Kippvorrichtung, den Schneepflugaufsatz und den Hebearm hat die Firma Rauw aus Bülligen bereitgestellt. Die alten Schätzchen stehen derweil noch in der Garage. Immerhin 17.000 Euro hat Raeren dafür bekommen, sodass die Nettokosten für das neue Fahrzeug 296.000 Euro betragen. (ks)

Kommentare
Kommentar verfassen