Zwei Jahre für erstes Studienjahr: Geplante Reform stiftet Verwirrung und Ärger

<p>Valérie Glatigny, Hochschulministerin der Französischen Gemeinschaft.</p>
Valérie Glatigny, Hochschulministerin der Französischen Gemeinschaft. | Foto: belga

„Es gibt keinen Text, es hat keine Absprachen mit den Akteuren gegeben, es gibt keine Entscheidung und daher auch keine Vereinbarung“, hieß es am Dienstag bei Grünen und Sozialisten. Der Text zum Dekretentwurf der Ministerin sei der Regierung nicht vorgelegt worden. Hinzu komme, dass das Schicksal von Studenten in prekären Situationen in den Plänen der Ministerin überhaupt nicht berücksichtigt werde.

Am Montag hatte Ministerin Glatigny in den Zeitungen „L'Avenir“ und „Le Soir“ die Grundzüge einer Reform im Hochschulwesen erläutert, die sie im Oktober der Regierung vorlegen will. Eine der neuen Bestimmungen sieht vor, dass die Studierenden künftig ihr erstes Jahr in maximal zwei Jahren absolvieren müssen, andernfalls werden die Türen der begonnenen Studienrichtung geschlossen. Der frankofone Studentenverband FEF (Fédération des étudiants francophones) prangerte diese Maßnahme an, die „Ungleichheiten verstärken“ würde, da es für junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen schwieriger sei, eine Hochschulbildung erfolgreich abzuschließen.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?
Zugang zu allen digitalen Inhalten bereits ab 10,90 € pro Monat
Jetzt bestellen
Bereits abonniert?

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment