Sterbehilfe: Neuer Zivilprozess gegen Arzt

<p>Sitzung des Kassationshofes am Dienstag.</p>
Sitzung des Kassationshofes am Dienstag. | Foto: belga

Drei Ärzte waren des Mordes angeklagt, weil sie im Jahr 2010 der 38 Jahre alten psychisch kranken Tine Nys beim Sterben geholfen hatten. Weil sie dabei eine Giftspritze verwendeten, stand sogar „Giftmord“ in der Anklage, die Nys' Familie angestrengt hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren die Bedingungen des Sterbehilfegesetzes nicht eingehalten worden. Es war das erste Mal, dass sich Mediziner wegen eines solchen Delikts in unserem Land verantworten mussten. Ihnen drohten lange Haftstrafen, aber Ende Januar wurden die drei Ärzte vom Assisengericht Gent freigesprochen: Ein Mord konnte nicht nachgewiesen werden.

Die Staatsanwaltschaft beschloss, auf eine Kassationsbeschwerde zu verzichten, so dass der strafrechtliche Freispruch der Ärzte nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Zivilklage legte wohl eine Kassationsbeschwerde ein, was allerdings nur in Bezug auf zivilrechtliche Interessen möglich war.

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