Busunternehmer Ulrich Zeimers: „Von ‚Eupen hält zusammen‘ nichts gespürt“

<p>Ulrich Zeimers vor einem seiner Fahrzeuge: Der Busunternehmer machte seinem Ärger in dieser Woche bei Facebook Luft und löste eine riesige Welle der Unterstützung für sein Anliegen aus.</p>
Ulrich Zeimers vor einem seiner Fahrzeuge: Der Busunternehmer machte seinem Ärger in dieser Woche bei Facebook Luft und löste eine riesige Welle der Unterstützung für sein Anliegen aus. | Foto: Ralf Schaus

Die Unterstützung für sein Anliegen war riesig: Über 750 Mal wurde der Beitrag bis Donnerstagabend geteilt. Mit dem städtischen Slogan „Eupen hält zusammen“ leitete Ulrich Zeimers seinen Text ein, der in dem sozialen Netzwerk hohe Wellen schlug. Über 120 Personen kommentierten die Stellungnahme des 59-Jährigen. Selbst Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) mischte sich in den Meinungsaustausch ein.

Unter dem Dach von TSE betreibt Ulrich Zeimers seit 1999 ein Reisebüro und seit 2001 einen Busbetrieb mit heute zwölf Fahrzeugen und zwölf Mitarbeitern. Im Jahr 2020 wackeln beide Standbeine des Unternehmens. Die Tourismusbranche liegt am Boden, im Reisebüro werden nahezu alle Reisen storniert. „Viele Leute sind verunsichert und sagen spätestens vier, fünf Wochen vor der Reise ab. Das Schlimmste ist aber, dass diese Krise kein Enddatum hat“, sagt der von der Resonanz überwältigte Geschäftsmann in einem Gespräch mit dem GrenzEcho.

Die Absagen aus Eupen und Raeren treffen TSE schwer.

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Kommentare

  • Es ist natürlich das allereinfachste Totschlagargument „Das sind die Vorschriften, wir konnten nicht anders entscheiden“ – und wenn dann eben ein lokales Unternehmen stirbt, kann man seine Hände gemütlich in Unschuld waschen.
    Natürlich gibt es Vorschriften, aber aus meiner Sicht hätte man in dieser besonderen Zeit die Verträge verlängern können.
    Auch der Hinweis auf die lokalen Mitarbeiter ist dünn, denn jeder weiß dass ein Auftrag mehr oder weniger einen Riesen nicht ins Wanken bringt, einem lokalen Unternehmen aber den Todesstoß versetzen kann. Und daß ein Branchenriese leicht die anderen unterbieten kann um sie auszuschalten und dann die Preise diktieren zu können… schade, die Vorschriften wollen das so...

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