Heute tagt „der wichtigste Sicherheitsrat seit März“

<p>Premierministerin Sophie Wilmès weht derzeit ein eisiger Wind entgegen.</p>
Premierministerin Sophie Wilmès weht derzeit ein eisiger Wind entgegen. | Foto: Photo News

Der Ankündigung vorausgegangen war eine deutliche Kritik seitens zahlreicher Wissenschaftler und Experten, denen die Entscheidungen des NSR angesichts steigender Infektionszahlen im Land nicht weit genug gingen. Vor allem das Festhalten an der Kontaktblase von 15 Personen sorgte für Kopfschütteln bei Virologen, Epidemiologen und Biostatistikern. (Das GrenzEcho berichtete in seiner Samstagausgabe.)

Wilmès hatte am Samstag in einem großen Interview mit der Brüsseler Tageszeitung „Le Soir“ versucht, die Wogen zu glätten. Sie wolle unter allen Umständen einen neuerlichen Lockdown verhindern. Zudem wolle sie vermeiden, durch noch gravierendere Einschnitte in das soziale Leben der Bevölkerung, diejenigen zu bestrafen, die sich an die Regeln hielten. Das sei die überwiegende Mehrheit der Menschen im Land.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Dujardin,

    Sie bringen, womöglich ungewollt, die sich in der Gesellschaft verhärtende Polarisierung auf den Punkt. Für die einen „bringt die Verfassung die Grundprinzipien zum Ausdruck, auf deren Grundlage sich ein Volk in Form eines Staates organisiert.“ (https://www.lalibre.be/debats/opinions/lutte-contre-le-coronavirus-et-le...)

    Die anderen scheuen sich nicht, Bestandteile dieser Verfassung als „persönliche Eitelkeiten“ zu diffamieren.

    Frage: Betrachten Sie auch das Recht auf Bildung (insbesondere Präsenzunterricht), auf Versammlungsfreiheit, auf Bewegungsfreiheit, auf Privatsphäre (wen ich wann, wo, wie treffe, umarme, …geht nur mich etwas an!), auf Kunst, auf Berufsausübung, etc. auch als „persönliche Eitelkeiten“?

    Hinzu kommt, dass der Respekt des Bürgers gegenüber ministeriellen Verordnungen in dem Maße abnehmen wird, wie der jeweilige Minister die ihn verpflichtende Verfassung (offenkundig) missachtet.

  • Bei den letzten Grenzschliessungen Herr Dujardin wurden Menschen aus einer Strasse z. B. getrennt. Bürger mussten gewohnte Umgebungen verlassen und gingen unnötige Risiken ein. In den umliegenden ausländischen Regionen ausser in den Niederlanden galt schon die Maskenpflicht. Wo war ich besser geschützt? Also was hat das mit verletzten Eitelkeiten zu tun? Es hat mit Verletzung meiner essentiellen Grundrechte zu tun. Meine Eltern leben in Deutschland. 10 km von mir entfernt. So geht es vielen Menschen in der Grenzregion. Viele haben ihre Angehörigen im jeweils anderen Land. Nur weil seit Jahren der Gesundheitssektor in Belgien kaputtgespart wird, meinen sie Herr Dujardin, das Grenzschliessungen ein legales Mittel sind.

  • Richtig festgestellt Frau Eichten, das Virus macht nicht an Grenzen halt, es macht niergens halt weil es nicht mobil ist, sich nicht eigenständig bewegen kann; es wechselt den Ort nur durch Luftströme oder mittels eines Wirten, an dem es ihm gelungen ist sich anzudocken und so ein Wirt kann jeder von uns sein. Wenn es durch die zeitweise Einschränkung unserer liebgewonnenen persönlichen Mobilität gelingt die Ausbreitung des Virus durch "Huckepackreisen" auf Wirten zu verhindern sind zeitlich begrenzte Reiseeinschränkungen ein durchaus legales Mittel und persönliche verletzte Eitelkeiten dabei zweitrangig.

  • Nun wird uns schon wieder mit Grenzschliessungen gedroht. Viren machen nicht an Grenzen halt.

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