Gegen eine Kultur des Todes

Die Gesetze, die Abtreibung und Euthanasie zulassen und begünstigen, stellen sich nicht nur radikal gegen das Gut des einzelnen, sondern auch gegen das Gemeinwohl und sind daher ganz und gar ohne glaubwürdige Rechtsgültigkeit. Tatsächlich ist es die Nicht-Anerkennung des Rechtes auf Leben, die sich, gerade weil sie zur Tötung des Menschen führt – in dessen Dienst zu stehen die Gesellschaft ja den Grund ihres Bestehens hat –, am frontalsten und irreparabel der Möglichkeit einer Verwirklichung des Gemeinwohls entgegenstellt. Daraus folgt, dass ein staatliches Gesetz, wenn es Abtreibung und Euthanasie billigt, eben darum kein wahres, sittlich verpflichtendes staatliches Gesetz mehr ist.

Abtreibung und Euthanasie sind also Verbrechen, die für rechtmäßig zu erklären sich kein menschliches Gesetz anmaßen kann. Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung für das Gewissen hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen. Aus Evangelium Vitae, J.P II.

Andere interessante Artikel auf GrenzEcho.net

Kommentare

  • Es ist schon erstaunlich, die Worte "Kultur des Todes" zu lesen von einem Anhänger eines religiösen Vereins, der himmlische Paradiese und unterirdische Höllen in allen Farben samt Fegefeuer und Teufel mit Pferdefuss und Hörnern erfinden musste, weil er (Verein) sich keinen Reim darauf machen konnte, dass der Tod ein natürlicher Teil des menschlichen Lebenszyklus ist, und irgendwelche weiterwandernden "Seelen" erfinden musste, weil er sich nicht eingestehen konnte, dass der Mensch am Tag, an dem das Fleisch vom Knochen fällt, schlichtweg das Bewusstsein verliert und nur noch in der Erinnerung und den Herzen der Hinterbliebenen weiterlebt.

    Sollte man überhaupt einem Verein noch Glaubwürdigkeit schenken, der solch ein antiquiertes, verkrampftes und pervertiertes Verhältnis zu Leben, Liebe, Sexualität, Körper, usw. hat? Wie kann man Anhänger eines Vereins sein, der massenhafte Pädophälie im eigenen "Haus" unter den Teppich kehrt und Täter in den eigenen Reihen schützt und der "weltlichen" Justiz entzieht, und uns dabei etwas über das "Wohl" der Kinder weismachen will? Ein Verein, in dem Frauen nur "gleichwertig" sind, solange sie nichts zu bestimmen haben?

Kommentar verfassen

1 Comment