Abschaffung des nuklearen Alarmsirenennetzes: Kritik an SMS-System

<p>Abschaffung des nuklearen Alarmsirenennetzes: Kritik an SMS-System</p>
Illustrationsfoto: dpa

In einer Antwort an den Ecolo-Abgeordneten bestätigte der föderale Innenminister Pieter De Crem (CD&V), dass das Netz von 570 Sirenen, das um die Kraftwerke mit Seveso-Risiko und die Nuklearzonen herum installiert wurde, „Ende 2018 außer Betrieb genommen wurde“. „Die zentrale Steuerung wurde entzogen, und es ist nicht mehr möglich, mit den Sirenen die Bevölkerung zu alarmieren oder gar Tests durchzuführen“, teilt er mit. Das gesamte Sirenennetz soll Anfang 2022 entfernt werden.

Der Minister erklärte, dass das Netz durch das System BE-Alert ersetzt wurde, ein Alarmsystem, das es den Behörden ermöglicht, in einer Notsituation eine Nachricht an die Bevölkerung zu senden (per Sprachanruf, SMS oder E-Mail).

Cogolati ist besorgt, dass die Bewohner „keine BE-Alert-SMS erhalten, wenn ihr Telefon ausgeschaltet ist, zum Beispiel mitten in der Nacht. Eine Seveso-Sirene ist jedoch gut zu hören und kann uns warnen“. Zwar räumte er ein, dass dieses System „in den letzten Jahren seine Grenzen gezeigt und sich als sehr kostspielig erwiesen hat“, doch für ihn bestehe kein Zweifel daran, dass „diese Sicherheits- und Warnfunktion nicht wirksam durch SMS-Nachrichten ersetzt werden kann“.

Er sagte, er werde sich erneut im Parlament dafür einsetzen, „dass die Regierung die Aufgabe der Alarmierung der Gemeinden im Bezirk nicht aufgibt“. (belga/alno)

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