Energiewendefonds: 23 Millionen Euro für 15 Projekte im Jahr 2020

<p>Energieministerin Marie Christine Marghem</p>
Energieministerin Marie Christine Marghem | Foto: belga

Der Energiewendefonds wurde über 10 Jahre lang durch die Verlängerung der Reaktoren Doel 1 und 2 mit 200 Millionen Euro ausgestattet und finanzierte im vergangenen Jahr 17 Projekte mit mehr als 29 Millionen Euro. Ein Drittel davon wurde für die Optimierung von Offshore-Windturbinen verwendet.

Dieses Jahr werden 23 Millionen Euro in drei Bereiche aufgeteilt. Knapp 10,6 Millionen Euro werden in die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in den Meeresgebieten der Nordsee und in Biokraftstoffe fließen. Die Energieversorgungssicherheit sowie das Gleichgewicht und die Entwicklung des Verkehrsnetzes werden von 4,7 Millionen Euro profitieren.

Schließlich werden 7,7 Millionen Euro für den Nuklearsektor (Fusion, Stilllegung, Entsorgung nuklearer Abfälle) bereitgestellt. „Um die Energiewende sicherzustellen, müssen wir uns natürlich auf den Ausstieg aus der Kernenergie vorbereiten. In diesem Bereich finanzieren wir hauptsächlich Projekte im Zusammenhang mit der Stilllegung von Kraftwerken, der Abfallentsorgung und dem Schutz der Arbeitnehmer vor ionisierender Strahlung“, erklärte Marghem.

„Wir bereiten uns auch auf die Zukunft vor, indem wir ein ehrgeiziges Kreislaufwirtschaftsprojekt finanzieren, indem wir alternative Quellen der Energieerzeugung wie auf Algen basierende Biokraftstoffe, synthetisches Gas, Wasserstoff oder Bioethanol entwickeln“, fügte sie hinzu.

„Wir arbeiten auch an der Stärkung der Stromnetze, insbesondere durch die Entwicklung von Lösungen gegen Cyber-Angriffe. Forschung und Entwicklung stehen mehr denn je im Mittelpunkt der Energiewende, und ihre Finanzierung muss sichergestellt werden, insbesondere in diesen Zeiten der Gesundheitskrise“, betonte die Ministerin. (belga)

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