Raerener Schnappschüsse gesucht

<p>Unter dem Motto „Gemeinde im Bild“ werden die Raerener dazu aufgerufen, ihren persönlichen Blick auf ihre Heimat zu präsentieren.</p>
Unter dem Motto „Gemeinde im Bild“ werden die Raerener dazu aufgerufen, ihren persönlichen Blick auf ihre Heimat zu präsentieren. | Illustration: Gemeinde Raeren

„Unser neue Webseite soll modern gestaltet werden, aber auf eine Weise, dass sie auch Bürgerbeteiligung ermöglicht“, gibt Ulrich Deller die Richtung vor. Im Mittelpunkt der künftigen Internetpräsenz der Gemeinde steht ein unkomplizierterer Zugang zu den Bürgerdiensten und ihren Leistungen. „Die Leute sollen künftig relativ einfach auf Informationen und Formulare zurückgreifen können, wofür sie bislang den eher umständlichen Weg zum Gemeindehaus antreten mussten“, erklärt der Erste Schöffe. Weniger Kleinteiligkeit und mehr Übersichtlichkeit gehören deshalb nicht zuletzt zu den Ansprüchen, die an das neue Gewand des Raerener Internetauftritts gestellt werden. Die Bürger sollen bei ihrer Suche nach Informationen möglichst schnell ans Ziel gelangen.

Bis zur abschließenden Umsetzung dieses Projekts dauert es jedoch noch eine Weile. Zunächst einmal sind die Bürger dazu eingeladen, sich an der optischen Gestaltung zu beteiligen. „Gemeinde im Bild“ hat man die Initiative getauft, die sich direkt an die Bürger richtet. Die Raerener erhalten ab sofort die Möglichkeit, eigene Fotos online hochzuladen, die ihre Perspektive auf ihre Heimat wiedergeben. Es können Aufnahmen von Häusern oder Landschaften sein, aber auch Alltagssituationen sollen als Motiv herhalten. „Da sind der Kreativität der Bürger keine Grenzen gesetzt“, will der Ecolo-Politiker vorab keine unnötige Beschneidung der Fotovielfalt vornehmen. Bei diesem Projekt geht es darum, der eher verwaltungstechnisch ausgerichteten Webseite der Gemeinde ein Stück weit eine persönliche Note zu verpassen. „Natürlich möchten wir hierdurch auch die Identifikation der Bürger mit ihrer Gemeinde stärken“, betont Ulrich Deller.

Er hat sich im Vorfeld von privaten Internetseiten inspirieren lassen, auf denen „wunderbare Bilder der Gemeinde“ zu sehen sind. „Wieso sollen wir einen Fotografen durchs Dorf schicken, wenn die Bürger schon tolle Bilder haben?“, war daher sein Grundgedanke. Dass die Raerener im Zuge des Aufrufs „Schätzchen“ aus ihrem Fundus zur Verfügung stellen, damit steht und fällt der Erfolg der Initiative. Ulrich Deller gibt sich optimistisch, dass die Aktion gut bei den Bürgern ankommt. Seine Erfahrung ist: Die Leute wollen sich einbringen, sie sind froh, wenn man sie einbindet. Und das Interesse an den Entwicklungen in der Töpfergemeinde ist groß. Aktuelles Beispiel hierfür sei die neue Facebook-Seite der Kommune, die innerhalb kürzester Zeit rund 900 Abonnenten zählte.

Je mehr Bilder auf diesem Weg zusammenkommen, desto schöner. „Mit dem Umfang des Materials wächst ja auch die Vielfalt und die Seite wird lebendiger“, zeigt sich der Schöffe überzeugt. Nichtsdestotrotz wird eine bunt zusammengesetzte Jury nach dem Sommer eine Auswahl treffen müssen. Die Urheber der Fotos werden auf der Webseite namentlich erwähnt, eine klassische „Belohnung“ für die Teilnahme an dem Wettbewerb ist nicht angedacht. „Wir sehen diesen Aufruf in erster Linie als Einladung zur Mitgestaltung und nicht als Wettbewerb. Wir wollen keine Konkurrenz unter den Teilnehmern schaffen“, betont er.

Bis Ende Juli haben die Bürger nun Zeit, ihren persönlichen Blick auf Raeren hochzuladen. Anschließend erfolgt eine Sichtung und Auswahl des Materials – gemeinsam mit dem Unternehmen, das mit der Umsetzung der Online-Präsenz beauftragt wurde. Die neue Webseite soll indes spätestens zum Jahreswechsel online geschaltet werden.

Mitmachen soll sich jedoch in jedem Fall lohnen, denn zu einem späteren Zeitpunkt ist eine kleine Ausstellung mit dem hochgeladenen Aufnahmen geplant.

Alle weiteren Infos zur Aktion findet man unter gemeindeimbild.raeren.be

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