Sieben Covid-19-Fälle im „Hof Bütgenbach“: Seniorin an den Folgen gestorben

<p>Sieben Covid-19-Fälle im „Hof Bütgenbach“: Seniorin an den Folgen gestorben</p>
Foto: GE-Archiv

„Unsere Bewohner und unser Personal haben diesen Tag befürchtet, irgendwie haben wir das auch kommen sehen. Dass das Coronavirus bei uns nicht erscheinen würde, erschien utopisch. Das Seniorenheim steckt nicht unter einem unsichtbaren Schutzschirm, der das schlimme Virus fernhält. Das Seniorenheim ist trotz aller Schutzmaßnahmen nicht immun, leider“, wird Direktor Luc Wampach hierzu auf der Facebook-Seite des Zweckverbandes zitiert.

Nach der Mitteilung des ersten Covid-19-Falls haben sich viele Angehörige beim Wohn- und Pflegezentrum gemeldet. Diesbezüglich gelte die Devise „No news is good news“, heißt: Solange die Familie nicht kontaktiert wird, geht es dem Bewohner gut. Neuigkeiten wolle der Direktor regelmäßig auf den sozialen Netzwerken kommunizieren.

Weiter erklärt Wampach: „Viele stellen sich die Frage, warum nicht durchweg getestet wird. Die vom Gesundheitsamt aufgestellten Regeln sehen dies z.Zt. nicht vor. In den Einrichtungen gilt es, lokale Verbreitungsherde, sogenannte Cluster, zu identifizieren, diese Bewohner zu testen und entsprechend des Resultates unter Quarantäne zu stellen. Das ist genau das, was wir jetzt tun.“

Zum Personal schreibt der Direktor, dass dieses Schutzmaterial zur Verfügung habe: „Auch hier machen Tests momentan wenig Sinn. Wir haben genug Schutzmasken in verschiedenen Klassen und diese werden auch entsprechend verteilt und genutzt.“ Abschließend heißt es in aller Deutlichkeit: „Wir stehen wie alle vor der größten Herausforderung, die unser Mikrokosmos Seniorenheim jemals zu bewältigen hatte.“ (ab)

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