Tennis-Turnier von Wimbledon für 2020 abgesagt

<p>Das legendäre Wimbledon-Turnier wird in diesem Jahr nicht stattfinden.</p>
Das legendäre Wimbledon-Turnier wird in diesem Jahr nicht stattfinden. | Archivfoto: belga

Kein Aufschlag auf dem „Heiligen Rasen“, die 134. Ausgabe des legendären Tennis-Turniers von Wimbledon fällt der Coronakrise zum Opfer: Es ist die erste Absage des prestigeträchtigen Klassikers seit dem Zweiten Weltkrieg und nach den Olympischen Spielen und der Fußball-EM das nächste Sporthighlight, auf das die Fans im Jahr 2020 schweren Herzens verzichten müssen. „Das ist eine Entscheidung, die uns nicht leichtgefallen ist“, sagte der ALTEC-Vorsitzende Ian Hewitt: „Wir haben sie unter größter Rücksicht auf die öffentliche Gesundheit und das Wohlbefinden aller getroffen, die zusammenkommen, um Wimbledon zu verwirklichen.“

Ursprünglich war das Grand-Slam-Turnier für den Zeitraum vom 29. Juni bis 12. Juli geplant worden, nun wird das Turnier erst mit einem Jahr Verspätung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 ausgetragen. Im selben Schritt verkündeten die Männer-Tour ATP und die Frauen-Tour WTA eine Verlängerung ihrer Spielpause bis mindestens 13. Juli.

Die Wimbledon-Ausrichter sahen nach „eingehender und umfassender Betrachtung aller Szenarien“ in diesen außergewöhnlichen Zeiten keine andere Möglichkeit und werteten die Absage als „richtige Entscheidung“. Jetzt gelte es zu schauen, wie Wimbledon zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen könne. Immerhin: Finanziell fällt der AELTC trotz des Ausfalls offenbar vergleichsweise weich. Laut britischer Medienberichte ist Wimbledon im Besitz eines Versicherungsscheins gegen eine Pandemie – kein anderes Weltevent ist im Sport bisher bekannt, das derart gut abgesichert gegen die Krise ist.

Die Zeichen hatten zuletzt schon klar auf Absage gestanden. Eine mögliche Verschiebung gehe mit „Schwierigkeiten“ und einem „Risiko“ einher, hatte der AELTC vergangene Woche eingeräumt, das Zeitfenster sei aufgrund des Rasens klein. Ohne Zuschauer werde das Turnier sicher nicht stattfinden. Da in England die Zahlen der Opfer durch die Pandemie zuletzt rasant zunahmen, hätte eine Verschiebung um wenige Wochen wohl keinen entscheidenden Fortschritt gebracht. (sid)

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