„Unerhört, dass einige diese Zeit als alternativen Urlaub betrachten“

<p>„Unerhört, dass einige diese Zeit als alternativen Urlaub betrachten“</p>

Die jüngsten Zahlen im Einzelnen:

Am Montag wurden 526 Neuinfektionen in Belgien gemeldet: 381 in Flandern, 87 in der Wallonie und 38 in Brüssel. Das sind mehr als am Vortag, aber weniger als am Samstag. Die Gesamtzahl der bestätigten Infizierten stieg somit auf 4.269. Die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher. Vier Prozent der Infizierten sind Personen, die im Gesundheitssektor arbeiten.

In den Krankenhäusern liegen insgesamt 1.859 Coronapatienten - eine Zunahme um 256 Patienten innerhalb von 24 Stunden.

Auf den Intensivstationen liegen insgesamt 381 Patienten (plus 59). 282 von ihnen werden künstlich beatmet (plus 43)

Seit dem 13. März wurden 410 Patienten aus dem Krankenhaus entlassen, was einem Anstieg von 60 Personen in den letzten 24 Stunden entspricht.

Insgesamt wurden 122 Todesfälle gemeldet (plus 34).

Bei der täglichen Pressekonferenz zu den neuesten Corona-Statistiken hatte Sciensano, das belgische Gesundheitsinstitut, eine deutliche Botschaft: „Es ist wichtig, sich im Klaren zu sein: An Viren ist nie jemand schuld. Viren verursachen oft ein Stigma. Aber daran ist niemand schuld. Viren machen keinen Unterschied zwischen Sprache, Religion und Herkunft. Ein Virus ist ein Naturphänomen, wir müssen solidarisch damit umgehen, wir müssen es gemeinsam bekämpfen.“

Darüber hinaus wies das nationale Krisenzentrum erneut darauf hin, dass die Bürger möglichst zu Hause bleiben sollten. „Die Zahlen zeigen auf sehr schmerzhafte Weise, dass wir uns in einer Krisensituation befinden“, erklärte der Sprecher Yves Stevens. „Es ist unerhört, dass einige diese Zeit als eine Art alternativen Urlaub betrachten. Wir verstehen, dass jeder die erste Frühlingssonne genießen möchte, aber jetzt ist nicht die Zeit, einen Aperitif mit den Nachbarn zu organisieren oder mit Freunden in einem Park abzuhängen. Die Grundregel ist einfach: Bleiben Sie möglichst zu Hause. Wenn jeder seine sozialen Kontakte maximal einschränkt, hat der Virus keine Chance, sich weiter auszubreiten. Halten Sie den Kreis, mit dem Sie momentan in Kontakt bleiben, so klein wie möglich. Auf diese Weise verhindern wir, dass dem Virus freie Hand gelassen wird.“ (gz)

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