Vor vollem Haus betonte demnach der gebürtige Büllinger und SP-Vizepräsident Lothar Faymonville, dass Zusammenhalt gerade in Krisenzeiten das Fundament sein müsse, und erntete dafür „großen Applaus“. Doch das traditionelle Familienfest sei mehr als nur geselliges Beisammensein gewesen, hieß es. „Es war der Rahmen für Klartext“, schreibt die SP.
Parteipräsidentin Linda Zwartbol zeichnete in ihrer Rede ein aktuelles Bild der sozialen Realität: „Lange Zeit galt das Versprechen: Wer arbeitet, kann sich ein gutes Leben aufbauen. Doch im Jahr 2026 sieht die Realität für viele ganz anders aus. Wenn immer mehr Menschen trotz Arbeit kein sicheres und bezahlbares Leben führen können, wächst die Verunsicherung in der Mitte der Gesellschaft. Die finanzielle Zukunft bahnt sich als Überlebenskampf an“, sagte Zwartbol. Sie mahnte, dass auch in Ostbelgien der Wohnraum zunehmend knapp und für viele unbezahlbar wird. Besonders deutlich wurde die Präsidentin beim Blick auf die Regierungsarbeit der letzten zwei Jahre.
Laut Zwartbol herrscht im Bereich des Wohnungswesens seit dem Jahr 2024 „tote Hose“: „Die Regierung hat das Thema Wohnen nicht einmal auf der Prioritätenliste, obwohl es eine der größten Herausforderungen unserer Zeit darstellt. Die bittere Gegenwart ist für viele eine unbezahlbare Miete: Der Kauf oder Bau eines Eigenheims bleibt für immer mehr Normalverdiener ein unerreichbarer Traum. Wir brauchen endlich konkrete Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum. Die Politik muss gezielt dort entlasten, wo der Druck am größten ist – bei unseren Familien”, so Linda Zwartbol. Die SP Ostbelgien fordere vor diesem Hintergrund entschlossen politische Maßnahmen, um gegenzusteuern. Wohnraum dürfe in einer solidarischen Gesellschaft nicht zum Luxusgut für Wenige werden. (red/sc)

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