Die amerikanische Zeitschrift „Forbes“ hat das Land Japan gerade zum beliebtesten Urlaubsziel 2020 ernannt. Sushi, Sake und Matcha-Tee sind auch hierzulande sehr beliebt. Karaoke, Origami, Mangas, Animes, Cosplay, Minimalismus, Hello Kitty, „Waldbäder“ oder das ästhetische Konzept Wabi-Sabi sind auch den meisten Europäern ein Begriff. Die Aufräumtechniken und die Ordnungsphilosophie der japanischen Beraterin und Bestsellerautorin Marie Kondo inspiriert Tausende Menschen auf Youtube und Instagram.

Das „Land der aufgehenden Sonne“ ist ganz klar in. Für alle Fans oder die, die es noch werden wollen, sollte eigentlich vom 13. bis 15. März ein ganz besonderes Event stattfinden, doch der Covid-19 macht dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung: Das „Made in Asia“-Festival wird nach Angaben der Veranstalter nicht Mitte März, sondern erst am 4., 5. und 6. September die Brüsseler Expo-Hallen mit Leben füllen.
Ob japanische Manga-Zeichner zu Gast sind, ist noch nicht klar.
Die Aktivitäten sind dann vielseitig, von Origamifalten bis Lichtschwertduelle wird dort alles zu finden sein. Außerdem wird ein riesiger Markt mit mehr als 300 Geschäften seine Pforten öffnen.
Nostalgiker dürften sich über den Stand „L'univers du jouet“ (zu Deutsch: „Universum der Spielzeuge“) freuen, der dieses Jahr eine große Ausstellung zur Feier von 60 Jahren Spielzeug präsentiert. „Dragon-Ball“-Fans können die Höhepunkte der Serie dank einer speziellen Ausstellung noch einmal erleben. Und das Highlight für alle Manga-Liebhaber: Die bekannten Manga-Zeichner – auch Mangaka genannt – Tôru Fujisawa („Great Teacher Onizuka“), Kumo Kagyu („Goblin Slayer“) und Kousuke Kurose sollen drei Tage lang mit von der Partie sein, und das zum ersten Mal Seite an Seite bei einem europäischen Festival. Ob sie im September aber disponibel sind, stand am Freitag noch nicht fest.

Korean Alley
Dieses Jahr bietet „Made in Asia“ außerdem einen ganz neuen Raum, der Korea gewidmet ist: die „Korean Alley“. „Entspannen Sie sich bei einer traditionellen koreanischen Massage, tanzen Sie zu den beliebtesten K-Pop-Rhythmen oder entdecken Sie die neuesten asiatischen Schönheitsprodukte der ‚K-Beauty‘“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung des Veranstalters.
Auch zahlreiche japanische YouTuber sollen das Programm des Festivals Anfang September bestücken: Auf Didi Chandouidoui (1,12 Millionen Abonnenten), Sora (1,12 Millionen Abonnenten), Zoey Vidéos (195 Tausend Abonnenten) und Sheshounet (550 Tausend Abonnenten) sollen die Fans dort treffen können.
Das große Event bietet auch Videospielen und Webstars eine Plattform. Im „Youplay“-Bereich können die neuesten Spiele getestet und an den Ständen der Giganten Microsoft (Xbox), Sony (PlayStation) und Nintendo (Switch) neue Spiele und exklusive Vorschauen ausprobiert werden. Für junge Entwickler, die ihre neuen Kreationen präsentieren möchten, ist das Festival der perfekte Ort, um sich einen Namen zu machen.
Trotz der Verschiebung behalten die Tickets, die auf www.madeinasia.be erhältlich sind und 40 Euro für alle drei Tage kosten, ihre Gültigkeit. Es sind aber auch Tickets für die einzelnen Tage buchbar.
Im vergangenen Jahr kamen genau 70.174 Fans zur „Made in Asia“ in den Hallen der Brussels Expo – Cosplayer und Nicht-Cosplayer gleichermaßen. (alno)

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