Tutanchamun-Ausstellung in Lüttich geht durch die Decke

<p>Die Ausstellung lässt die Regentschaft und den Tod von Tutanchamun Revue passieren.</p>
Die Ausstellung lässt die Regentschaft und den Tod von Tutanchamun Revue passieren. | Foto: Veranstalter

Am Bahnhof Lüttich-Guillemins herrscht seit knapp zwei Monaten Ausnahmezustand – zumindest rund um die Ausstellungsräume der Expo „Tutanchamun – Auf den Spuren des vergessenen Pharaos“. „Wir konnten bislang knapp 100.000 Besucher anlocken“, erklärt Kurator René Schyns der Tageszeitung „La Meuse“ nicht ohne stolz. Gerechnet hatten die Macher mit dem Ansturm allerdings nicht. „Wir mussten sogar zusätzliches Personal einstellen, um die Masse bewältigen zu können“, berichtet der Kurator, der im gleichen Atemzug die Ausstellung in den höchsten Tönen lobt. „Das ist der größte Erfolg, denn wir je hier hatten“, so Schyns.

Dass der Lütticher Guillemins-Bahnhof zurzeit die Menschen in Scharen anzieht, ist einem gewissen Herrn Howard Carter zu verdanken. Der Archäologe hat nämlich vor knapp 100 Jahren das Grab des Pharaos Tutanchamun in Ägypten entdeckt.

Wer sich selbst einmal auf die Spuren des Forschers machen will, kann das noch bis zum 31. Mai tun. Im Laufe des Parcours wird den Besucher ein fesselndes Abenteuer geboten, bei dem sie die vielen Facetten des Alltags in der 18. ägyptischen Dynastie miterleben können. Mehrere hundert Originalstücke aus renommierten internationalen Museen und Privatsammlungen werden in sehenswerten Kulissen inszeniert, darunter die Rekonstruktion des Grabes des jungen Pharaos mit dem tragischen Schicksal. „Das ist schon enorm“, meint René Schyns.

Auf gut Glück sollte der Lütticher Bahnhof aber nicht angesteuert werden. Denn „wir sind momentan nicht in der Lage, mehr als 2.000 Besucher pro Tag zu empfangen“. Der Ausstellungsleiter rät Interessierten daher, sich eine Eintrittskarte im Vorfeld zu sichern. Am einfachsten gehe das über das Internet. „Wir sind hierzulande zwar nicht daran gewöhnt, uns für solche Events eine Karte im Voraus zu kaufen, aber wer nicht unverrichteter Dinge wieder abreisen will, sollte sich für diese Ausstellung umstellen“, sagt der Kurator. (calü)

Weitere Informationen über die Ausstellung gibt es hier.

<p>Bewundern lassen sich unter anderem Nachbildungen aus den Werkstätten des Ministeriums für ägyptische Antiquitäten sowie zahlreiche archäologische Funde.</p>
Bewundern lassen sich unter anderem Nachbildungen aus den Werkstätten des Ministeriums für ägyptische Antiquitäten sowie zahlreiche archäologische Funde. | Foto: Veranstalter

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