Die Vereinigung „Youth For Climate“, die seit Januar 2019 fast jeden Freitag – mit Ausnahme der Sommerferien – Schüler und Studenten aufgerufen hatte, ihre Unterrichte zu schwänzen, um hierzulande gegen die Klimakatastrophe zu protestieren, dürfte mittlerweile wohl fast jedem Belgier ein Begriff sein. In den letzten Wochen ist es allerdings ziemlich ruhig geworden um die jungen Aktivisten. Als Außenstehender konnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass die Jugend den „Rettet das Klima“-Zug mit angezogener Handbremse durchs Land steuert. Mittlerweile wurden die Weichen aber neu gestellt.
„Die Bewegung lebt“, unterstreicht Adélaïde Charlier gegenüber der Tageszeitung „La Meuse“. Die 18-Jährige aus Namur ist eines der Zugpferde von „Youth for Climate“ und hat den Tross gemeinsam mit ihren Mitstreitern vom Abstellgleis geholt. Ihr nächster Halt: Brüssel.
Am Freitag wollen die Teenager in der Haupstadt auf die Straße gehen, um (endlich mal wieder) für stärkere Anstrengungen gegen den Klimawandel zu demonstrieren. „Wir wollen auf möglichst vielen Ebenen Druck ausüben“, kündigt Adélaïde Charlier, die in den letzten drei Monaten in Südamerika mit ihren Mitstreitern – unter anderem Anuna De Wever und Josefien Hoerée – auf einer „Bildungsreise“, wie sie selbst ihren Trip betiteln, unterwegs war.
Der Startschuss der Demo fällt am Freitag um 13.30 Uhr. „Wir starten am Zentralbahnhof und ziehen von dort aus durch die Stadt“, erklärt Adélaïde Charlier.
Wie viele Leute schlussendlich bei dem Klimamarsch dabei seien werden, lässt Adélaïde Charlier indes offen. „Die Anzahl ist aber auch nicht wirklich wichtig. Wichtig ist einfach nur, dass wir so viel wie nur möglich an Unterstützung erhalten.“ (calü)

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