Kind steckt sich mit Coronavirus an

<p>Eine Touristin auf dem Markusplatz in Venedig: In Italien wurden am Freitag zwei Coronavirus-Fälle bestätigt.</p>
Eine Touristin auf dem Markusplatz in Venedig: In Italien wurden am Freitag zwei Coronavirus-Fälle bestätigt. | Foto: Reuters

Zusammen mit dem Kind gibt es nun sechs registrierte Fälle in Deutschland, alle im Zusammenhang mit der Firma Webasto. Wie Belgien (siehe Seite 3) holt auch Deutschland seine Bürger nun aus der von der neuen Lungenkrankheit schwer betroffenen Stadt Wuhan heraus.

Die Zahl der in China bestätigten Fälle war am Freitag auf 9.692 gestiegen, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. Außerhalb Chinas wurde das Virus bisher bei mehr als 120 Menschen in über 20 Ländern nachgewiesen, Russland und Großbritannien meldeten am Freitag je zwei Fälle. In Afrika gab es bisher keinen einzigen bestätigten Fall.

Aufgrund der rasanten Ausbreitung hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstagabend eine „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen.

Italien hat nach zwei bestätigten Fällen im eigenen Land den Notstand ausgerufen, um eine besondere Koordinierung der Einsatzkräfte zu gewährleisten und Bürokratie zu vermeiden. Zudem stoppte es nach eigenen Angaben als erster EU-Staat alle Flüge von und nach China. Airlines einiger Länder haben ihre China-Flüge bereits eingestellt.

International wird derweil an verschiedenen Stellen an der Entwicklung eines Impfstoffs gearbeitet. Die Tübinger Biotechfirma CureVac bekam am Freitag von der internationalen Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) eine Zusage über eine Förderung in Höhe von 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro). Die Impfstoff-Allianz unterstützt weltweit mehrere ähnliche Initiativen.

Ein litauisches Nachrichtenportal wurde nach eigenen Angaben Opfer einer Cyberattacke. Unbekannte hätten am Freitag auf der Internetportal der Tageszeitung „Kauno Diena“ eine gefälschte Nachricht platziert, wonach ein US-Soldat in Litauen mit dem Coronavirus infiziert sei. Die auf Litauisch verfasste Fake News sei nach einem unerlaubten externen Zugriff auf das Redaktionssystem von kauno.diena.lt aufgetaucht. Sie sei nach Minuten entfernt worden. (dpa)

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