Erste Personalausweise mit Fingerabdruck

Es folgen 25 weitere Testgemeinden. Im Layout unterscheidet sich das neue Modell kaum vom alten aus dem Jahr 2002. Das Passfoto auf der Vorderseite ist nicht mehr rechts, sondern links; in der Mitte befindet sich ein Foto des Karteninhabers mit einem schwer zu reproduzierenden Durchscheineffekt. Letzteres war notwendig, um die strengeren internationalen Vorschriften für Identitätskontrollen zu erfüllen. Der Mikrochip befindet sich nicht mehr auf der Vorder-, sondern auf der Rückseite, neben einem Passfoto und einem QR-Code.

Die Entscheidung, Fingerabdruckinformationen mit der Karte zu verknüpfen, stößt allerdings auf Kritik. Universitätsforscher bezeichnen die Maßnahme als „unklar, überflüssig und unverhältnismäßig“. Ein Datenschutzanwalt leitete im vergangenen Jahr ein Verfahren vor dem Verfassungsgerichtshof ein. Das ist noch anhängig.

De Crem sieht keine Probleme und betont, dass Belgien mit der neuen eID eine Vorreiterrolle spielt: „Die Privatsphäre wird respektiert. Nicht jeder hat Zugang zu den Daten auf dem Ausweis, sondern nur das Standesamt und die Polizeidienste.“ Innerhalb von vier Jahren soll jeder Belgier eine neue eID der neuen Generation erhalten haben. (gz/belga)

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