Hongkong: Zusammenstöße und Festnahmen in grenznahem Einkaufszentrum

Die Beamten hätten Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei erklärte auf Twitter, „maskierte Aufrührer“ hätten Nägel in Geschäfte geworfen und die öffentliche Ordnung gestört. In der benachbarten Mall Metropolis Plaza seien RTHK zufolge Einkaufende von Protestlern angeschrien worden, sie sollten „zurück aufs Festland gehen.“

Anhänger der prodemokratischen Bewegung, die seit Sommer gegen die chinesische Regierung und ihre Gesetze in Hongkong demonstrieren, hatten ihren Protest schon an den Weihnachtstagen verstärkt in Hongkongs Einkaufszentren verlegt. Dort kam es nach Störaktionen zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften und Festnahmen. Beide Malls sind bei Chinesen beliebt, um sich in der nahen Sonderverwaltungszone Hongkong mit Produkten wie Babynahrung und Medikamenten einzudecken. Die Polizei ist Augenzeugen zufolge in den Einkaufszentren nunmehr mit massivem Aufgebot in Dienst- wie Zivilkleidung unterwegs.

Die Demonstrationen in Hongkong waren vor einem halben Jahr aus Ärger über ein geplantes Gesetz für Auslieferungen von Verdächtigen an China entbrannt. Danach entwickelte sich der Protest zu einer breiteren Bewegung gegen den zunehmenden Einfluss der kommunistischen Führung in Peking. Seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen mehr rechtliche Freiheiten als Bürger in der Volksrepublik. (dpa)

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