Schlacht auf dem Lanzerather Hügel: Kinder und Enkel davon wissen lassen

<p>Rand Fort, Sohn vom Funker und Techniker der Division, James Fort, legte einen Kranz in Lanzerath nieder.</p>
Rand Fort, Sohn vom Funker und Techniker der Division, James Fort, legte einen Kranz in Lanzerath nieder. | Fotos: Julien Feltes

Der Vater von Diane Bouck, Leutnant Lyle Bouck war es, der in dem von Minusgraden geprägten Wintertag, dem 16. Dezember 1944, als 20-jähriger den Kommandanten des 18-köpfigen Aufklärungszuges repräsentierte.

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Kommentare

  • Durfte gerade die Bildstrecke der Gedenkfeier zur Ardennenoffensive betrachten und bin froh dort auch die Bundeswehr als Gast zu sehen. Mein Vater gehörte ja auch zur deutschen Seite. Eigentlich hatte ich mich gerade noch einmal mit belgischen Kriegsgefangenen befasst, die in Voerden, bei Osnabrück wo ich aufwuchs in der Landwirtschaft arbeiten mussten. Bin inzwischen auf drei gekommen. Bei uns war ja an zwei bis drei Tagen die Woche für zwei Jahre Isidore Tagnon, ein Tierarzt aus Tagnon. Die belgischen, französischen und auch einige russische Kriegsgefangene waren verhältnismäßig gut untergebracht und hatten Betten, erfragte ich heute und muß mich da korrigieren. Wirklich schlecht war es für die Russen im eher versteckten Moorlager. Dort warfen Landfrauen Brot über den Zaun, weil der Hunger groß war. Die Gefangenen aus dem Dorflager könnten normal in den Familien essen, wo sie tagsüber waren. Am Sonntag musizierte Herr Tagnon einige Male mit den beiden anderen Belgiern bei uns im Haus. Das Verhältnis war gut. Ihm und seinen Kameraden sei nochmals gedankt, daß sie mit ihrer Arbeit den Hunger von uns Deutschen abgewandt haben. Ein Thema, das auch noch Aufmerksamkeit verdient. Später schrieb er meinen Grosseltern. In einem Brief schrieb er "Ich bin geheiratet."
    Die Gedenkfeier zur Ardennenoffensive ist ein bewegendes Ereignis und führt nochmals vor Augen, was wir den Amerikanern zu verdanken haben. Wer wie mein Vater erst in einem amerikanischen Grosslager für Kriegsgefangene war, erinnert sich natürlich zuerst an das viele sterben und die Härte im Lager. Danach fallen die Bilder von unseren zerbombten Städten ein. Habe ja selbst amerikanische Verwandtschaft, die wie Richard Hansler Deutscheland bombardieren mussten, sein Bruder landete in der Normandie und überlebte den Krieg ebenfalls. Er war wahrscheinlich in der Ardennenoffensive dabei und auch dafür bin ich dankbar, daß er von Ihnen geehrt wurde. Mein Vater sagte öfter, "Gut das Hitler den Krieg verloren hat". Das macht es leicht, zu den Amerikanern Danke zu sagen.
    In der Verwandtschaft meiner Neffen und Nichten sind durch Heirat Familien auch aus den Niederlanden und Italien, die vom Nationalismus bedroht waren und durch die US Army befreit wurden. Meine eigenen Kinder sind mütterlicherseits aus der Türkei und nicht von muslimischer Seite. Auch das wäre ohne Amerika nicht denkbar gewesen. Da in unserem Dörfchen die Böden Ranges waren, wo neben Niederländern und Briten vor allem die Soldaten der 5. USSAD von Fort Bliss aus Texas waren, ist mir die US Army natürlich sehr vertraut und sehr geschätzt. Habe gute Erinnerungen an die Zeit. Die Soldaten der US-Artillerie hatten in Vietnam gekämpft. Die GIs haben ja sogar noch Magdeburg an der Elbe befreit, bevor sie sich für die Rote Armee wieder bis hinter Halberstadt zurückzogen. In Magdeburg wurden meine Kinder geboren und in der Walloberkirche getauft, die es ohne die Bartholomäusnacht nicht geben würde. Der Sieg in den Ardennen war der Weg an die Elbe. Die Ardennenoffensive eine Niederlage mehr für Hitlerdeutschland. Also Grüße nach Texas!

  • Mir fällt auf daß einige Artikel einen instrumentellen antifaschistischen Ton haben, was ich für generativ halte. Der hat da aber m. E. genausowenig etwas verloren, wie jeder Rechtspopulismus, als Deutscher kann ich nur unser Militärhistorisches Archiv in Freiburg empfehlen und das Bundesarchiv in Berlin, das in die Gebäude der US-Armee eingezogen ist. Originalquellen geben objektiven Eindruck. Auch die USA verfügt über eine sehr gute Quellenlage. Die Nutzung zum Beispiel des Archivs in Berlin ist kostenlos und es gibt eine Kantine auf dem Gelände, falls es länger dauert. Die haben so ziemlich alles zum Thema, was es gibt.

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