Boris Johnsons Sieg gibt Vorgeschmack auf Morgen

<p>Hat sich vorerst selbst gekrönt: Boris Johnson. Sein Sieg steht für eine bedeutende politisch-gesellschaftliche Entwicklung.</p>
Hat sich vorerst selbst gekrönt: Boris Johnson. Sein Sieg steht für eine bedeutende politisch-gesellschaftliche Entwicklung. | Foto: dpa

Nicht Boris Johnson, nicht die Tories haben die Wahl gewonnen, auch wenn sie jetzt mit wehenden Fahnen in das altehrwürdige Westminster einziehen, dem ihr Anführer so wenig Respekt entgegenbringt. Die Engländer und die Waliser haben für den Austritt gestimmt und die Wahl gewonnen. Die Schotten haben dagegen gestimmt. Auch sie haben die Wahl gewonnen. Tories, Labour, Grüne, Liberaldemokraten – allesamt Verlierer.

Nicht die konservative Politik der Tories hat gewonnen, sondern ein Populist, der diese Partei als Sprungbrett für seine persönlichen Ambitionen benutzt hat. Verloren hat auch ein Ultralinker, der sich nicht für eine klare, simple Position entscheiden konnte: Jeremy Corbyn.

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Kommentare

  • Da hilft nur eine Wirtschaftsoffensive der Wallonen. Welche Branchen können neu aufgebaut werden? Wo ist Wachstum zu finden? Mehr Handwerksfirmen, Einzelhandel, Gastronomie, Mittelstand, Dienstleister, neue Großunternehmen? Hier in Deutschland gibt es ein Zunftprivileg durch Meisterzwang, nimmt man das weg, verdreifacht sich die Zahl der Beschäftigten. Bei den Raumausstattern fiel das Privileg aus dem Mittelalter weg und schon waren statt 9000 Jobs 29000 da. Das wollen die Handwerkskammern mit ihrer CDU-Lobby wieder rückgängig machen. Doch da schlummern in Zeiten von Stellenabbau Potentiale und die Handwerksdienstleistungen werden wieder bezahlbar.
    Auch so Geschichten wie in Charleroi Gosselies machen fragen, was die Politik macht. Die belgische Wirtschaftsdelegation hat aus Asien die chinesische Karte mitgebracht. Die Chinesen engagieren sich auch stark in der Türkei. Die Handeksplattform Alibaba kommt für Europa nach Belgien. Auch Dongfeng, der größte Hersteller von Traktoren kann seine Teile damit problemlos liefern und wenigstens die Herstellung eines Kleintraktors aus dem Container wäre in Charleroi denkbar, mit Fritzmeier-Kabine von Carwall. Meine Idee war, dort eine selbstfahrende Querhacke als Mehrreiher mit Kabine zu bauen, um der Ökolandwirtschaft Vorschub zu leisten, ein gutes Produkt für den Weltmarkt. Die Querhacke kann in und zwischen den Pflanzenreihen exakt hacken bei normaler Arbeitsgeschwindigkeit. Das Gerät könnte das Arbeitskräftepotential von Charleroi ausschöpfen. Es benötigt auch exakte Saetechnik und exakte Düngerausbringung. Bedauerlich, daß es auf eine Anfrage keine Reaktion gibt. Wäre gerne in die Wallonie umgezogen.

  • Es ist schon bemerkenswert zu sehen dass immer mehr Politikern und Beobachtern bewusst wird dass Belgien so nicht weiterbestehen kann, die grossen wallonischen Parteien dies aber vehement abstreiten und nichts davon wissen wollen. Das „rechte“ Flandern will nicht vom „linken“ Wallonien regiert werden und das „linke“ Wallonien will nicht auf das Geld der „rechten“ Flamen verzichten aber in Belgien eine ‚linke‘ Politik führen. Es wird allerhöchste Zeit eine Lösung im gegenseitigen Respekt zu finden bevor das Ganze eskaliert. Und für die DG wäre es wohl das Beste genügend ‚Abstand‘ von Namur und Eigenständigkeit zu haben.

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