Antoniadis: „Von den Absprachen hängt alles ab“

<p>Blick auf das Krankenhaus in St.Vith</p>
Blick auf das Krankenhaus in St.Vith | Foto: David Hagemann

Hintergrund für die Nachfragen war u.a. die Entscheidung des Verwaltungsrates der Malmedyer Klinik „Reine Astrid“, dem Krankenhausnetzwerk der Universitätsklinik CHU beizutreten, während die beiden Krankenhäuser in Eupen und St.Vith dem CHC-Netzwerk angehören.

Innerhalb beider Netzwerke gebe es Vor- und Nachteile, meinte Antoniadis: „Das CHU-Netzwerk ist breiter aufgestellt. Jedoch besteht die Gefahr, dass die beiden deutschsprachigen Kliniken darin untergehen werden. Die Krankenhäuser in Verviers und Malmedy bieten nämlich ähnliche Leistungen wie die Krankenhäuser in Eupen und St.Vith an.“ Das CHC-Netzwerk weise eine kleinere Patientenzahl auf, allerdings könnten sich die beiden DG-Krankenhäuser darin besser behaupten. Aber: „Durch die Entscheidung der Malmedyer Klinik, einem anderen Netzwerk beizutreten, entsteht zwischen den Krankenhäusern in Malmedy und St.Vith eine stärkere Konkurrenz. So oder so hängt alles von der Verhandlungsführung und den Absprachen zwischen den beiden Krankenhäusern ab. Daher wiederhole ich, dass es wichtig ist, dass die beiden Häuser der DG mit einer Stimme sprechen“, rief der Minister noch einmal seinen Wunsch nach einer Fusion in Erinnerung, wobei es ausdrücklich nicht darum gehe, Dienste zu schließen.

Die Entscheidung, dem CHC-Netzwerk beizutreten, geht übrigens auf einen Beschluss aus dem Jahr 2015 zurück. Damals waren die Krankenhäuser St.Vith und Eupen auf der Suche nach einem größeren Partner. „Die erwiesene Fähigkeit des CHC, kleineren Krankenhäusern im gemeinsamen Netzwerk die eigene Entfaltung möglich zu machen, hat die beiden Krankenhäuser laut eigener Aussage zu dieser Entscheidung bewogen“, so Minister Antoniadis. Die DG-Regierung habe sich aus der Wahl des Partners herausgehalten. Wie der künftige Verwaltungsrat auf CHC-Ebene aussehen werde, sei noch nicht bekannt. (sc)

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