Raerens Containerpark auf Rovert wird größer und besser

<p>Zufahrt und Ausfahrt erfolgen bisher auf dem gleichen Weg – da kommt es oft zu Problemen durch fehlenden Platz. Die Bediensteten müssten „häufig als Verkehrspolizisten tätig sein“, heißt es bei Intradel.</p>
Zufahrt und Ausfahrt erfolgen bisher auf dem gleichen Weg – da kommt es oft zu Problemen durch fehlenden Platz. Die Bediensteten müssten „häufig als Verkehrspolizisten tätig sein“, heißt es bei Intradel. | Foto: Ralf Schaus

Jean-Jacques De Paoli, Pressesprecher der Gesellschaft Intradel, die den Containerpark auf Rovert betreibt, bestätigte das Projekt gegenüber dem GrenzEcho. Dieses befinde sich allerdings noch in einem recht frühen Stadium und die Planung könnte sich bis zur Verwirklichung noch ändern. Dem Verkauf eines an den Containerpark anschließenden Geländes von 1.397 Quadratmetern Fläche sowie eines weiteren Absplisses von 13 Quadratmetern hat der Raerener Gemeinderat jedenfalls bereits zugestimmt. Weitere 1.894 Quadratmeter will Intradel von einem benachbarten Unternehmen kaufen und so die Fläche seines Parks mehr als verdoppeln: von derzeit 2.522 auf künftig 5.817 Quadratmeter.

Besserer Verkehrsfluss und mehr Stellplätze für Container

Den Containerpark auf Rovert gibt es seit 2001. Im Jahr 2007 wurde er ein erstes Mal vergrößert und zählt derzeit fünf Container-Stellplätze mit entsprechenden Anfahr- und Ablademöglichkeiten für die Nutzer. Da Ein- und Ausfahrt über den gleichen Weg erfolgen, kommt es bei starkem Andrang häufig zu Problemen im Verkehrsfluss, zumal dieser Weg nicht sehr breit und als Sackgasse angelegt ist. „Wir wollen durch den Umbau innerhalb des Recyclingparks für einen besseren Verkehrsfluss sorgen“, sagt Jean-Jacques De Paoli. Die Bediensteten müssten häufig als „Verkehrspolizisten“ tätig sein, fügt er hinzu. Wenn die Nutzer künftig an der einen Seite hinein und an der anderen wieder hinaus fahren, wird sich dieses Thema mit Sicherheit verbessern.

Durch die begrenzte Anzahl an Containern können bisher zudem nicht alle Wertstoffe so getrennt werden, wie es eigentlich heutzutage üblich ist. Holz- und Plastikabfälle beispielsweise werden bisher nicht separat eingesammelt. Bei sperrigen Gegenständen wendet Intradel heute in größeren Parks eine Trennung zwischen wiederverwertbaren, also noch in gutem Zustand befindlichen Gegenständen, und reinem Sperrmüll an. Vielleicht wird das demnächst auch in Raeren möglich.

Und einen weiteren Vorteil hätte es, wenn künftig mehr Fläche zur Verfügung steht: Man kann dann gewisse Container verdoppeln, wenn es nötig ist. Die Grünabfälle im Sommer sind dafür ein gutes Beispiel: Wenn ein Container voll ist, wird gleich daneben ein zweiter geöffnet und die Abholung des vollen Containers führt nicht zu einer Unterbrechung der Einsammlung.

Von derzeit fünf auf zukünftig bis zu 15 Container

Die letzten Statistiken für den Park auf Rovert betreffen das Jahr 2017. Mit 2.117 Tonnen eingesammelter und der Wiederverwertung zugeführter Abfälle befindet sich Raeren demnach in der Kategorie 2.000-2.500 Tonnen, ebenso wie beispielsweise Esneux, Hannut, Huy, Thimister, Trooz oder Lontzen. Auch bei der Besucherzahl (32.656 Besucher im Jahr 2017) liegt Raeren in dieser „mittleren Kategorie“.

<p>Mehr Containerstellplätze und ein besserer Verkehrsfluss für die Benutzer sind nach der derzeitigen, noch nicht definitiven Planung auf Rovert vorgesehen.</p>
Mehr Containerstellplätze und ein besserer Verkehrsfluss für die Benutzer sind nach der derzeitigen, noch nicht definitiven Planung auf Rovert vorgesehen. | Foto: Intradel
Die Parks vergleichbarer Größenordnung verfügen aktuell über sieben bis elf Containerstellplätze. In einem erneuerten Recyclingpark auf Rovert könnten es der Studie zufolge bis zu 15 Stellplätze für die jeweils 30 Kubikmeter großen Container werden, sagt Jean-Jacques De Paoli, der aber gleichzeitig auch erneut auf den provisorischen Charakter der derzeitigen Planung verweist, die bei Intradel mit einem Budget von 786.000 Euro veranschlagt ist.

Das aktuell vorliegende Projekt stellt schließlich auch für die Mitarbeiter des Containerparks auf Rovert eine deutliche Verbesserung dar: Durch den besser geregelten Verkehrsfluss der Benutzer sowie durch die klarere Trennung der Fahrwege einerseits der Nutzer und andererseits der Lastwagen, die die Container abholen, wird die Sicherheit verbessert. Zudem sollen im Rahmen der Umgestaltung Umkleideräume und Toiletten – getrennt für Männer und Frauen – angelegt werden.

Auch für Kelmis gibt es bei Intradel übrigens Überlegungen zur Vergrößerung des Containerparks. Dort sei man, ebenso wie auf Rovert, an der Kapazitätsgrenze angelangt, heißt es.

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