Street-Food hat sich beim Raerener Adventsmarkt bewährt

Futtern im Advent hat sich im Töpferdorf bewährt. Sechs Streetfoodanbieter ergänzen auch in diesem Jahr das klassische Angebot von Glühwein, Kakao und Waffeln mit indonesischen Snacks, kreativen Burgern oder rheinischen Klassikern wie Grünkohl mit Mettwurst. „Es ist keine Großstadt hier, aber es läuft gut“, sagte Tim Alting. Der Niederländer mit sichtbar indonesischen Wurzeln ist zum ersten Mal in Raeren, um den Leuten einmal zu zeigen, wie ein richtiges selbst zubereitetes Nasi-Goreng zu schmecken hat.

Raeren startete kulinarisch in die Weihnachtszeit. Klein, aber fein hatte der Adventsmarkt einiges zu bieten.

Schon am Samstag ist es losgegangen mit einem langen Beisammensein der Raerener auf ihrem Platz. Sogar der Stern von Betlehem hatte extra seinen Weg aus dem fernen Morgenland genommen, um die Raerener darauf aufmerksam zu machen, dass sich der Herr auf den Weg gemacht hat. Christian Schoenen, eifriger Techniker des Raerener Verkehrsvereins hatte sich einen Sky-Beamer besorgt, um den Miteinwohnern heimzuleuchten.

Am Sonntagmittag ist es bei eisiger Kälte noch ruhig auf dem Platz. Ein paar Menschen schauen sich in Ruhe beim Stand des Töpfermuseums nach schicken Geschenken um, schwatzen mit Jochen Schornstein, der wieder seinen Aufgesetzten dabei hat oder probieren selbigen. Der Erlös des Aufgesetzten geht in diesem Jahr an die Anonyme Hilfe. Früher ging es an Waisenkinder in Kenia. Doch dort haben sich die Gesetze geändert, sodass es nicht mehr sicher ist, dass mit dem Erlös Gutes getan werden kann.

Und ein Neuer ist auf dem Markt, der das Regionale kreativ umsetzt und im Haus Zahlepohl weiterführt. Ganz belgisch ist es natürlich eine Waffel, doch die ist aus Kartoffelteig. Darauf liegt je nach Gusto des Kunden Rindfleisch mit Rotkohl, eine Fischmousse oder leckerer Göhltaler Käse mit etwas Zwiebelkonfitüre. Eine ausgesprochen leckere Angelegenheit. Anna (9) hat es hingegen auf eine „normale“ Waffel mit Puderzucker zum Nachtisch abgesehen. Schließlich gibt es nicht nur exotisches Streetfood, sondern auch die Klassiker. Sonst wäre es ja kein Adventsmarkt, würde es nicht nach Glühwein und Waffeln duften. Inzwischen füllt sich der Markt. Die Musiker des Jugendorchesters der Harmonie NOW zeigen, dass sie Humor haben und für den Spaß der Zuhörer sorgen können. Herrlich schräg verjazzen die Musiker unter ihrer Dirigentin Marie Kreusch die gängigen Weihnachtslieder und andere winterliche Stü-cke. Diese andere Art von Musik bereitet jedenfalls einen Heidenspaß. Metzger Robert Kreusch steht jedenfalls mit „Oppositionsführer“ Roland Lentzen und einem Bier im Zelt und genießt den Vortrag. Auch sonst begrüßt man sich, hält ein Schwätzchen. Dieser Adventsmarkt ist eben ein schönes Event von Raerenern für Raerener.

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