Die Masern sind wieder da

<p>Trotz der systematischen und kostenlosen Impfung seit 1995 treten Masern-Epidemien immer noch regelmäßig in Belgien auf.</p>
Trotz der systematischen und kostenlosen Impfung seit 1995 treten Masern-Epidemien immer noch regelmäßig in Belgien auf. | Foto: belga

„Im Jahr 2017 wurden in Belgien 367 Fälle von Masern gemeldet", sagt Dr. Monalisa Zampieri (Klinik Saint-Pierre, Brüssel) in der Tageszeitung „L’Echo“. „Bis 2018 war diese Zahl auf 117 Fälle gesunken. Aber in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 haben wir bereits 397 Fälle", so die junge Ärztin, die dieser Krankheit ihre Doktorarbeit gewidmet hat. „Belgien ist daher weit davon entfernt, die Ziele der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für die Beseitigung von Masern zu erreichen, Ziele von weniger als einem Fall pro Million Einwohner", erklärte sie diese Woche auf einem Seminar über Infektionskrankheiten im Hospital St.-Pierre. „Der belgische nationale Aktionsplan zur Beseitigung von Masern, der 2016 erneuert wurde, zielt jedoch darauf ab, das Land bis 2020 von dieser Krankheit zu befreien...." Dass die Zahlen diesem Plan nicht entsprechen, ist wohl auf die zu niedrige Impfquote in Belgien zurückzuführen. Dies könnte als Folge haben, dass unser Land seinen Status als „Übergangsland" zur Beseitigung von Masern verliert.

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