Waldarbeiter haben zurzeit alle Hände voll zu tun. Ihre Aufgabe: Holz – auch stehendes – aus dem Wald holen und verkaufen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht der niedrige Preis, der momentan bei öffentlichen Holzverkäufen aufgerufen wird. „Nur“ 15 Euro wird derzeit pro Festmeter Holz in Belgien gezahlt. Zum Vergleich: Normalerweise sind es zwischen 30 und 35 Euro.
Der Grund für den Tiefpreis ist der Borkenkäfer, die sich in lebende Bäume bohrt und dort seine Eier hineinlegt. Das kleine unscheinbare Insekt kann enorme Schäden anrichten, die sogar gestandenen, ausgewachsenen Bäumen den Todesstoß versetzen. „Um die Verbreitung des Schädlings so weit wie möglich zu vermeiden, wird zurzeit viel Holz geschlagen. Denn wenn der Baum einmal tot ist, ist er kaum noch etwas wert“, erklärt Jan Seynhaeve von der flämischen Vereinigung Bosgroep Zuiderkempen. „Und weil gerade so viel Holz geschlagen wird, ist der Markt übersättigt, wodurch wiederum der Preis sinkt.“
Aber nicht nur in Belgien sind aufgrund der Borkenkäferplage zuletzt massiv Fichten und Tannen geschlagen worden, sondern auch in anderen Teilen Europas, wie beispielsweise in Deutschland, Schweden oder Tschechien ging es Bäumen an den Kragen. (calü)

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