Populistische Forderungen machen niemanden gesund

Die föderale Gesundheitsministerin M. De Block hat zwar das IZOM-Abkommen beendet. Sie tat dies aber auf Empfehlung der INAMI und nachdem eine EU-Direktive die grenzüberschreitende Gesundheitsvorsorge möglich machte.
Die föderale Gesundheitsministerin M. De Block hat zwar das IZOM-Abkommen beendet. Sie tat dies aber auf Empfehlung der INAMI und nachdem eine EU-Direktive die grenzüberschreitende Gesundheitsvorsorge möglich machte. | Foto: Photo News

Gesundheit ist eines, wenn nicht das wichtigste Gut des Menschen: Das ist eine Binsenweisheit. Über 1.500 Milliarden Euro – das entspricht knapp 10  Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der 28 Mitgliedstaaten – werden in der EU jährlich für die Gesundheitsversorgung der mehr als 400 Millionen EU-Bürger ausgegeben. Das ist, bei aller Wichtigkeit einer qualitativen Gesundheitsversorgung, eine Menge Holz. Manche Staaten wenden mehr, andere weniger für die Gesundheit ihrer Bürger auf. Belgien liegt mit 10 % seiner Wirtschaftsleistung ziemlich genau im Schnitt der 28 EU-Staaten, Rumänien beispielsweise, am unteren Ende der Tabelle, gibt 5 % des BIP für die Volksgesundheit aus.

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Kommentare

  • Werter Herr Schröder Wenn Sie zum Ende des Izoms Abkommen schreiben : "Vielen Nutzern kam sein Ende etwa so vor wie Adam und Eva die Verbannung aus dem Paradies, " gehe ich davon aus dass Ihnen einiges zu diesem Thema nicht bekannt sein kann. Ein Abkommen nicht zu verlängern welches misbraucht wird, welches nicht ausgewogen bzw. nicht mehr sinngemäß verstanden wird, das ist in Ordnung. Doch es wurde nicht nur abgeschafft, nein es wurde Anfangs durch nichts ersetzt ! Feststehende Termine ( sogar Op-Termine ) wurden von deutscher Seite abgesagt und es wurde mitgeteilt daß der Patient nur noch gegen Vorschuss behandelt werden könne. Auf Nachfrage bei der belgischen Krankenkasse, bei der deutschen Krankenkasse, bei Ärzten und Krankenhäusern konnte uns KEINER weiterhelfen. Weil niemand wusste wie es weitergehen sollte, dabei sprachen unsere ostbelgischen Politiker stets davon dass alles geregelt wäre. Ohne viel Geduld und der aufopferungsvollen Hilfe seitens Krankenkassenmitarbeitern, Krankenhausmitarbeiern beiderseits der Grenzen konnten Lösungen gefunden werden. Mittlerweile ist die Ostbelgienregelung funktionsfähig, aber das totale Chaos am Anfang hat deutliche Spuren hinterlassen. Die ostbelgischen und belgischen Politiker müssen sich den Vorwurf gefallen lassen dass man keine Regelung ersatzlos streichen kann bevor die neuen Verträge erarbeitet sind! In der Hoffnung das Sie immer bei guter Gesundheit bleiben grüßt Hermann Joseph Grün.

  • Hallo Herr Schröder! Vor kurzem lass ich, dass der Beitrag der Pressehilfe seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft an das GrenzEcho erhöht werden soll! Eine Pressenhilfe die also von ALLEN Steuerzahlern Ostbelgiens mitgetragen werden muss! Und da profitieren SIE doch auch von!

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