Vom Überflieger zum Gartenzwerg geschrumpft

<p>Muss sich auf harte Zeiten einstellen: Bart De Wever flößt niemand mehr Angst ein.</p>
Muss sich auf harte Zeiten einstellen: Bart De Wever flößt niemand mehr Angst ein. | Foto: Photo News

Die N-VA hat ihren Schrecken verloren. Früher, wenn Bart De Wever hustete, haben die anderen aufmerksam hingeschaut und sind gleich in den Interpretationsmodus übergegangen. Diese Zeiten scheinen nun vorbei zu sein.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Schröder! Ihre (politische) Meinung in Ehren, aber den Vorsitzenden der NVA als Gartenzwerg zu bezeichnen halte ich doch für etwas naiv. Die NVA (1.086.787 Stimmen) bleibt vor dem VB (810.177 Stimmen) und der PS (641.623 Stimmen) mit großem Abstand die größte Partei in Belgien und hat mehr Stimmen als PS und Ecolo (416.452 Stimmen) zusammen. Wie bezeichnen Sie denn Elio die Rupo – als Hamster? – und den Herrn Nollet – als Bienchen? Auch sehe ich das Verhältnis NVA-PS etwas nuancierter. Glauben Sie wirklich die PS hat Vorteile die NVA zu schwächen und damit gleichzeitig den VB stark zu machen? Glauben Sie wirklich die Wallonie hätte in einem VB einen besseren Verhandlungspartner als mit einem De Wever? Die Wallonen begehen den Fehler den Wunsch der Flamen nach einer Staatsreform immer wieder abzuwiegeln und erreichen damit nur eine Verhärtung der Fronten und eine Verstärkung der flämischen Nationalisten die eine Trennung fordern. Eine Schwächung der NVA zugunsten des VB ist sicherlich nicht im wallonischen Interesse. Der Wunschtraum der PS die CD&V und den VLD von der NVA zu lösen ist nicht sehr realistisch. Beide Parteien haben bei den letzten Wahlen Stimmen verloren (vor allem an den VB) und würden eine Partnerschaft auf föderaler Ebene mit der PS ohne NVA wohl nur schwerlich überleben.

  • Ich kann Ihnen nur zustimmen, Herr Schumacher. Unsere ostbelgischen Medien BRF und GE sind voll auf Linie mit ihren wallonischen Brüdern und das GE speziell mit ihrer Besitzerin Rossel Cie, zu deren Portefeuille auch die starke Zeitung Le Soir gehört. Da erstaunt die Gesamtlinie der GE-Redaktion nicht sonderlich. Beim BRF ist das - aus wahrscheinlich anderen Gründen - ähnlich. Wenn man Herrn Pints politische Berichte und Kommentare gehört hat, kann man sich die Nachhören der entsprechenden Meinungen und Kommentare bei der RTBF auch sparen..... Auch die DG-Regierung ist nicht besonders freundlich gegenüber der N-VA, obwohl sie ihr viel zu verdanken hat und auch noch haben wird. GE und BRF spielen auch da mit. Zu dem Vergleich der N-VA bzw. des Herrn DeWever mit einem Gartenzwerg ist bei Ihnen auch schon alles gesagt, Herr Schumacher. Entweder kann Herr Schröder nicht rechnen (oder er hat es verlernt), oder er hatte einen kurzen Aussetzer beim "Hinrotzen" seines Kommentars am späten Abend.... Meist finde ich seine Kommentare aber gut und informativ, gelegentlich vielleicht etwas zu lang. Im Gegensatz zur stillen Übergangszeit zwischen Cremer und Schröder freut es mich jedenfalls dass wir wieder interessante und zupackende Redaktionskommentare haben. PS: eine Replik des Herrn Schröder auf den Leserbrief des Herrn Derwahl würde mich auch interessieren, obwohl in der Kommentarspalte hier online ja auch schon einige saftige Leserkommentare veröffentlicht wurden.

  • Hallo Herr Bosch, Gründe, die N-VA und deren Protagonisten zu kritisieren gibt es zur Genüge. Nicht nur für die ostbelgische oder französischsprachige Presse. Die engagierten ostbelgischen Verteidiger der N-VA treibt wohl die Sehnsucht nach einer nationalistisch-separatistischen und bisweilen populistischen Partei, die es in dieser Prägung bei uns so nicht gibt. Zum Thema Derwahl-Schröder kann ich in den GE-Leserkommentaren keine „saftigen“ Beiträge finden. Kann es sein, dass sie sich auf OD verirrt haben? Die Replik (Leserbrief) von Herrn Calles hat mir jedoch gut gefallen. Freundliche Grüße D. Leonard

  • "Kann es sein, dass sie sich auf OD verirrt haben?" Ja, stimmt. Sorry. Journalistische Berichte sollten neutral sein, Meinungen und Kommentare als solche gekennzeichnet werden. Die N-VA gefällt mir, sowohl von den Aussagen als auch von ihrer praktischen Politik her. Flandern geht es doch gut, oder? Bin mal gespannt wenn (ab 2022?) die Wallonie (und die DG) für ihre "Wohltaten" an ihrer Klientel selber zahlen müssen. Hier in der DG blinken ja - Gottseidank - jetzt schon die Warnlampen.....

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