Russland will Armee in Konfliktregion Abchasien modernisieren

<p>Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Militärmanöver in Dongus</p>
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Militärmanöver in Dongus | Foto: dpa

Kremlchef Wladimir Putin genehmigte ein Abkommen Russlands mit Abchasien, das eine Modernisierung des Militärs in der verarmten Region versieht. Das russische Verteidigungsministerium solle die Verhandlungen dazu vorantreiben, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Dekret.

Moskau hatte Abchasien und die Region Südossetien nach einem kurzen Krieg gegen Georgien 2008 als unabhängige Staaten anerkannt. Völkerrechtlich sind sie aber noch immer Teil Georgiens. Russland gilt weiterhin militärisch und finanziell als Schutzmacht der abtrünnigen Regionen. In den vergangenen zwei Jahren schickte Moskau Medienberichten zufolge rund sechs Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 85 Millionen Euro) nach Abchasien.

Das Verteidigungsministerium in Abchasien betonte der Agentur Tass zufolge, dass mit den Finanzhilfen aus Moskau veraltetes Kriegsgerät erneuert werden könne. Das Militär solle somit flexibler auf „aktuelle Herausforderungen“ reagieren können.

Abchasiens Präsident Raul Chadschimba gilt als kremltreu. Er wurde Anfang September in seinem Amt bestätigt und soll am 9. Oktober für eine zweite Amtszeit vereidigt werden. (dpa)

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