Outremeuse steht am 15. August wieder Kopf

Im geräumigen „Toussaint“ mit den großen Fenstern und hohen Decken rund um die schweren Billardtische sitzt man, wenn es das Wetter irgendwie zulässt, zudem einfach an Tischen auf dem Bürgersteig, direkt vor der Tür, quasi mitten im Geschehen, das ist Lüttich, einfach und authentisch. Das Café liegt zentral gegenüber der Kirche Saint-Pholien und ist einer der Treffpunkte vor, während und nach dem großen Festumzug an Mariä Himmelfahrt jedes Jahr am 15. August.

Ein anderer Protagonist, das Tchantchès et Nanesse, ist Kult und zugleich Stammlokal der gleichnamigen Bruderschaft und der Vereinigung der „Freien Republik Outremeuse“, deren Zweck die Wahrung und Förderung des Brauchtums in diesem Stadtviertel ist. Damit hat man etwas mit Paris gemeinsam, denn 1927 reiste eine Gruppe von Journalisten und Persönlichkeiten aus diesem Viertel in die Seine-Stadt und war von der „Freien Gemeinde Montmartre“ derart beeindruckt, dass man beschloss, so etwas auch in Lüttich zu gründen. Das wurde im gleichen Jahr noch in die Tat umgesetzt.

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